Luftschiff überwacht die Meergrenze zur Türkei

Schlepperbanden sollen durch eine neue Kontrolle der EU weniger Flüchtlinge nach Griechenland schiffen.

Nicht alle haben so viel Glück: Ein Rettungsboot erreicht auf dem Mittelmeer ein Boot voll mit Flüchtlingen. Foto: Reuters

Nicht alle haben so viel Glück: Ein Rettungsboot erreicht auf dem Mittelmeer ein Boot voll mit Flüchtlingen. Foto: Reuters

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Die EU-Grenzschutzagentur Frontex und die griechische Küstenwache werden von diesem Dienstag an ein Luftschiff zur Überwachung der Meerenge zwischen der griechischen Insel Samos und der türkischen Küste einsetzen. Damit soll die Tätigkeit von Schlepperbanden eingedämmt werden, die täglich Dutzende Menschen aus der Türkei nach Griechenland und damit in die EU schleusen.

Wie die griechische Küstenwache am Montag weiter mitteilte, sei das Luftschiff mit Thermalkameras und anderem Beobachtungsgeräten ausgerüstet. Damit sollen in Echtzeit Informationen an die Küstenwache und die Besatzungen ihrer Boote und Schiffe vor Samos geleitet werden.

Die Registrierlager für Flüchtlinge (Hotspots) auf den Inseln Lesbos, Samos, Chios, Leros und Kos sind überfüllt. In diesen Hotspots harrten am Montag gut 19'000 Menschen aus. Die Lager und andere Unterkünfte humanitärer Organisationen auf diesen Inseln können eigentlich nur knapp 9000 Menschen fassen.

Die EU hatte im März 2016 mit Ankara vereinbart, dass alle Flüchtlinge und Migranten, die illegal über die Türkei auf die griechischen Inseln kommen, zurückgeschickt werden können. Damit konnte der Flüchtlingszustrom grösstenteils eingedämmt werden.

2015 waren gut 857'000 Menschen aus der Türkei nach Griechenland gekommen. Seit Anfang Jahr sind nach Angaben des Uno-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR) gut 16'000 Flüchtlinge auf dem Seeweg nach Griechenland gekommen. (sda)

Erstellt: 30.07.2019, 12:24 Uhr

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