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Madame World ist fast perfekt

Die Französin Christine Lagarde soll IWF-Chefin werden. Das ist eine gute Nachricht – mit einigen Misstönen.

Ein Ausbund von Eleganz und Ausstrahlung: Christine Lagarde, wahrscheinliche Nachfolgerin von Dominique Strauss-Kahn.
Ein Ausbund von Eleganz und Ausstrahlung: Christine Lagarde, wahrscheinliche Nachfolgerin von Dominique Strauss-Kahn.
Keystone

Bei Fototerminen ist so mancher mächtige Mann froh, wenn er nicht neben ihr stehen muss. Oder wenn das Bild sitzend entstehen soll. Christine Lagarde, 1,80 Meter gross, überragt viele von ihnen, einen vor allem – Nicolas Sarkozy. Um einen Kopf, mindestens. Sie trägt dann auch meist flache Schuhe, neigt den Kopf beim zahnreichen Lächeln gerne zur Seite, um die Komplexe von Vorgesetzten und Kollegen nicht zusätzlich zu nähren. Die französische Wirtschaftsministerin ist, was man eine Erscheinung nennen könnte, ein Ausbund von Eleganz und Ausstrahlung. Ihr Englisch ist perfekt, akzentfrei, geschult in langen Jahren als Beraterin und Chefin einer grossen amerikanischen Consultingfirma. Und es ist gut möglich, dass gerade dieser souveräne, weltläufige und weltgewandte Auftritt ihr nun einen Posten beschert, für den sie aus akademischer Sicht nicht sonderlich prädestiniert scheint.

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