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Madrid: Passagierliste des Unglückflugs veröffentlicht

Die Identifikation der Leichen des Todesflugs JKK 5022 wird Tage dauern. Die Ermittler haben Hinweise, dass es vor dem Start Probleme mit einem Triebwerk gab.

Flugzeug in Flammen: Die Spanair-Maschine müssen Helikopter löschen.
Flugzeug in Flammen: Die Spanair-Maschine müssen Helikopter löschen.
Keystone
Dutzende von Feuerwehr- und Rettungsfahrzeugen fahren zum Unglücksort beim Madrider Flughafen Barajas.
Dutzende von Feuerwehr- und Rettungsfahrzeugen fahren zum Unglücksort beim Madrider Flughafen Barajas.
Keystone
Beileid für die Hinterbliebenen: Spaniens Regierungspräsident Jose Luis Rodriguez Zapatero.
Beileid für die Hinterbliebenen: Spaniens Regierungspräsident Jose Luis Rodriguez Zapatero.
Keystone
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Der Gang vor die Mikrophone wird Magdalena Álvarez nicht einfach gefallen sein. Die spanische Infrastrukturministerin hat bekannt gegeben, dass die Identifikation der Unfallopfer der Flugzeugkatastrophe auf der Madrider Flughafen Barajas mindestens zwei oder drei Tage dauern wird. Die Polizei konnte laut Álvarez erst 14 Leichen identifizieren, wie die Onlineausgabe der Zeitung «El País» schreibt. Viele Leichen sind bis zur Unkenntlichkeit verbrannt. Die Flugzeugkatastrophe hat gestern 153 Menschen das Leben gekostet. 19 Personen überlebten das Unglück zum Teil schwer verletzt.

Inzwischen haben Experten den Flugschreiber geborgen. Dieser wurde laut der Nachrichtenagentur SDA einem Untersuchungsrichter übergeben. Die Unfallursache ist jedoch weiterhin unbekannt. Einen Hinweis liefern die technischen Probleme, die die Maschine kurz vor dem ersten Startversuch zur Umkehr zwangen. Laut Spanair-Technikern hat der Pilot auf dem Weg zur Startpiste bemerkt, dass die Aussenwärme-Sensoren nicht funktionierten, wie «El País» schreibt. Darauf rollte das Flugzeug aufs Parkfeld zurück, wo die Techniker den Defekt reparierten. Nach zwei Stunden rollte das Flugzeug wieder zur Startpiste, wo das Unglück geschah. Die Gewerkschaft des Bodenpersonals hat die Techniker inzwischen in Schutz genommen: «Die Explosion des Motors hat nichts mit den Reparaturarbeiten zu tun», sagt Gewerkschaftspräsident José María Delgado.

Triebwerk ausgefallen?

«El País» zitiert auch andere Quellen, die anonym bleiben wollen: Diese geben an, das Flugzeug habe wegen eines ausgefallen Triebwerks umkehren müssen. Dies wurde jedoch von offizieller Seite nicht bestätigt. Der spanische Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero hat nach der Katastrophe seine Ferien unterbrochen. «Die Ursachen der Katastrophe werden lückenlos aufgeklärt», sagte er laut der Zeitung «abc diario».

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