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«Mare sicuro» rettet 400 Flüchtlinge

Die neue Überwachungsmission der italienischen Regierung ist schon kurz nach dem Start im Dauereinsatz.

Bis zu 300 Menschen starben, als ihr Flüchtlingsboot vor der italienischen Insel Lampedusa sankt: Das Wrack des Schiffs auf dem Meeresgrund. (4. Oktober 2013)
Bis zu 300 Menschen starben, als ihr Flüchtlingsboot vor der italienischen Insel Lampedusa sankt: Das Wrack des Schiffs auf dem Meeresgrund. (4. Oktober 2013)
Keystone
Verhaftet: Der mutmassliche Schlepper Mohammed Elim Muhidin auf dem Flughafen von Palermo. (7. November 2013)
Verhaftet: Der mutmassliche Schlepper Mohammed Elim Muhidin auf dem Flughafen von Palermo. (7. November 2013)
AP/Polizei
Insgesamt befanden sich rund 500 Migranten auf dem Schiff. Viele der Flüchtlinge stammen aus Eritrea. (3. Oktober 2013)
Insgesamt befanden sich rund 500 Migranten auf dem Schiff. Viele der Flüchtlinge stammen aus Eritrea. (3. Oktober 2013)
AFP
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Die von der italienischen Regierung gestartete Patrouillierungsmission zur Rettung von Flüchtlingen im Mittelmeer zeigt bereits Resultate. Etwa 400 Migranten wurden in der Nacht auf heute vor Lampedusa gerettet. Ein erstes Schlauchboot mit 80 Personen an Bord wurde in libyschen Gewässern lokalisiert. Die italienische Küstenwache führte das Boot nach Sizilien.

Zwischen Malta und Lampedusa, wo sich am Freitag ein Flüchtlingsunglück mit 35 Toten ereignet hatte, wurde ein Boot mit 250 Menschen aus Eritrea von Schiffen der italienischen Marine gerettet. Die Migranten wurden auf Lampedusa gebracht. Ein weiteres Boot mit 80 Personen an Bord wurde 35 Seemeilen von Sizilien entfernt lokalisiert.

«Mare sicuro» («sicheres Meer») heisst die Mission, mit der die Regierung von Enrico Letta eine stärkere Überwachung im Mittelmeer gestartet hat. Die Zahl der Schiffe und Flugzeuge, die im Rahmen der Aktion im Mittelmeerraum eingesetzt werden, wurde verdreifacht.

Bilaterale Gespräche

45 Schiffe der Küstenwache und der Marine sollen in einem Bereich 40 Seemeilen vor Lampedusa entfernt die Gewässer überwachen. Die Regierung will ausserdem rund zehn Militärschiffe einsetzen. «Wir wollen mehr tun, dann werden wir auch von der EU mehr Hilfe verlangen können», so Verteidigungsminister Mario Mauro.

Letta hatte gestern seinen finnischen Amtskollegen Jyriki Katainen in Rom getroffen, mit dem er über Möglichkeiten diskutierte, um die EU-Grenzschutzagentur Frontex zu stärken.

Bilaterale Gespräche führte auch Innenminister Angelino Alfano, der gestern mit Bundesrätin Simonetta Sommaruga ein Abkommen für eine verstärkte Polizeikooperation unterzeichnete. Damit sollen mehr Schutz und Sicherheit an der Grenze garantiert und der Kampf gegen organisierte Kriminalität und Menschenhandel wirksamer gestaltet werden.

SDA/ajk

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