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Marseille steht unter Schock

Frankreich hat befürchtet, Jihadisten könnten den Fussball und seine Fans attackieren. Nun waren es Hooligans aus Russland und England.

Die prügelnden Hooligan-Horden werden in Marseille mit Tränengas auseinandergetrieben. Foto: Carl Court (Getty)
Die prügelnden Hooligan-Horden werden in Marseille mit Tränengas auseinandergetrieben. Foto: Carl Court (Getty)

Es ist ein Kampf um Leben und Tod, immer wieder. Denn immer wieder zeigt das französische Fernsehen am Sonntag dasselbe Video, dieselbe Szene: Ein Polizist der CRS, der «Sicherheitskompanien der Republik», beugt sich über den Leib eines ohnmächtigen Fans. Schemenhaft ist das rote, geschwollene Gesicht des kahlen Mannes auf dem Pflaster am Alten Hafen von Marseille zu erkennen. Später werden die Behörden preisgeben, es handle sich um «einen britischen Staatsbürger um die fünfzig». Der CRS-Beamte hat die Halsschlagader des Opfers gefühlt, hat den Puls gesucht – und nichts gefunden. Also hat der Beamte mit einem Kollegen den schweren Körper des Engländers auf den Rücken gedreht, nun drückt er beide Hände auf das blutverschmierte, graublaue T-Shirt. Wiederbelebung per Herzmassage, einmal, zweimal, dreimal. Der Film bricht ab.

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