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May lädt zum Brexit-Dinner

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker ist zu Gast bei der britischen Premierministerin. Das Treffen sei konstruktiv verlaufen.

Wenige Tage vor dem EU-Sondergipfel: Theresa May begrüsst Jean-Claude Juncker an der 10 Downing-Street. (26. April 2017)
Wenige Tage vor dem EU-Sondergipfel: Theresa May begrüsst Jean-Claude Juncker an der 10 Downing-Street. (26. April 2017)
Getty Images/ Carl Court

Kurz vor dem Brexit-Sondergipfel der 27 Mitgliedstaaten hat die britische Premierministerin Theresa May am Mittwochabend in London mit EU-Spitzenpolitikern über weitere Schritte beraten. Das Treffen mit EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker und Brexit-Chefunterhändler Michel Barnier sei «konstruktiv» verlaufen, teilte Mays Büro anschliessend mit. Es sei ein «nützliches Arbeitsessen» gewesen, an dem auch der britische Brexit-Minister David Davis und Finanzminister Philipp Hammond teilnahmen.

May hatte die EU-Vertreter in die britische Hauptstadt geladen, um über das weitere Vorgehen bei den Brexit-Verhandlungen zu sprechen. Am Samstag findet der Brexit-Sondergipfel statt, bei dem die Staats- und Regierungschefs der EU ohne Grossbritannien in Brüssel die Leitlinien der Austrittsverhandlungen festlegen wollen.

Die Verhandlungen sollen im Juni nach der vorgezogenen Parlamentswahl in Grossbritannien beginnen. May hatte am 29. März den Austritt ihres Landes aus der EU angekündigt. Damit trat eine zweijährige Frist in Kraft, innerhalb der die Bedingungen des Austritts verhandelt werden müssen.

Unklarheit in Brüssel

Das «Handelsblatt» berichtete unter Berufung auf EU-Diplomaten, in Brüssel herrsche Unklarheit, wer auf britischer Seite die Verhandlungen führen werde. Dazu gebe es keine klaren Äusserungen aus London mehr. Spekulationen der Zeitung, Brexit-Minister David Davis könnte nach der Wahl in Grossbritannien am 8. Juni abgelöst werden, wollte ein Regierungssprecher nicht kommentieren.

Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel will am Donnerstag ihren Kurs für die Gespräche zum Brexit bei ihrer Regierungserklärung abstecken. Als wesentliche Punkte darin werden die Wirtschaftsentwicklung in der Union und die Finanzplanung der EU ohne den Nettozahler Grossbritannien erwartet.

sda/AFP/kat

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