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Mehr Sand als Zement

In die Trauer um die Opfer des Bebens in Mittelitalien mischt sich der böse Verdacht, dass kriminell nachlässig gebaut wurde.

Helfer suchen nach Verschütteten, doch es gibt kaum noch Hoffnung, sie lebend zu bergen. Foto: Roberto Salomone (Keystone)
Helfer suchen nach Verschütteten, doch es gibt kaum noch Hoffnung, sie lebend zu bergen. Foto: Roberto Salomone (Keystone)

Ein handgeschriebener Brief bewegt die Italiener, gezeichnet mit «Andrea» und einem kleinen Herz. Es ist der Brief eines Feuerwehrmannes, der in Pescara del Tronto, einem der vier vom Erdbeben verheerten Dörfer in Mittelitalien, mit seinen Kollegen nach zwei Mädchen gegraben hatte, die unter den Trümmern eines Ferienhauses lagen. Die kleine Giorgia, vier Jahre alt, konnte gerettet werden. Ihre fünf Jahre ältere Schwester Giulia aber war schon tot, als man sie aus dem Loch zog.

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