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Merkel: Sexueller Missbrauch ist nicht nur ein Problem der Kirche

Missbrauch sei ein gesamtgesellschaftliches Problem, sagt die deutsche Bundeskanzlerin. Sie lobt die jüngsten Massnahmen der katholischen Kirche gegen Missbrauch.

Missbrauch «nicht nur in kirchlichen Schulen aufgetreten»: Angela Merkel.
Missbrauch «nicht nur in kirchlichen Schulen aufgetreten»: Angela Merkel.

Bundeskanzlerin Angela Merkel ist dem Eindruck entgegengetreten, dass sexueller Missbrauch vornehmlich ein Problem der katholischen Kirche ist. «Die bekannt gewordenen Fälle haben deutlich gemacht, dass der sexuelle Missbrauch von Kindern nicht nur in kirchlichen Schulen und Internaten aufgetreten ist, sondern ein umfassendes Problem der Gesellschaft ist», sagte sie in einem Interview der Zeitungen «Express», «Hamburger Morgenpost» und «Berliner Kurier».

Auf die Frage, ob sie zufrieden sei, wie die katholische Kirche mit den Missbrauchsfällen bisher umgegangen ist, erklärte die Kanzlerin, es sei richtig gewesen, «dass die katholische Kirche die Probleme angepackt und etwa einen Beauftragten und in Einzelfällen Sonderermittler und Untersuchungs-Kommissionen eingesetzt hat».

Grundsätzlich gelte für alle, die in ihrem Verantwortungsbereich mit Fällen konfrontiert seien: «Nicht Verschweigen, sondern nur Wahrheit und Klarheit bieten überhaupt eine Chance, aus diesen schwierigen Situationen herauszukommen.» Die Opfer hätten ein Recht, dass die Fälle aufgearbeitet würden. Die Bundesregierung arbeite mit dem dafür ins Leben gerufenen Runden Tisch eng mit vielen Teilnehmern zusammen, die für Kinder und Jugendliche Verantwortung tragen.

ddp/oku

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