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Mit der Kamera in der Burka unter IS-Terroristen

Patrouillierende Männer und Waffen auf dem Spielplatz: Eine junge Syrerin hat in der IS-Hochburg Raqqa heimlich ihren Alltag gefilmt.

Sie packte eine Kamera unter ihre Burka und riskierte damit ihr Leben: Videoaufnahmen einer jungen Syrerin zeigen den Alltag in Raqqa im Norden des Landes. Im März 2013 wurde die Stadt während des Bürgerkriegs von der Terrormiliz Islamischer Staat eingenommen.

Die Bilder zeigen verstörende Szenen: Schwer bewaffnete Männer patrouillieren auf den Strassen und in Parks. Eine Frau spaziert mit ihrem Kind an der Hand in Richtung Spielplatz – über der Burka trägt sie eine Kalaschnikow.

Versteckt filmend, geht die Syrerin durch die Strassen von Raqqa. «Komm her», ruft ihr ein Mann in einem Auto sitzend zu. Als die ganzkörperverschleierte Frau sich ihm nähert, sagt er: «Du musst dich in der Öffentlichkeit besser benehmen. Wir können dein Gesicht sehen.» Sie entschuldigt sich sofort und sagt, ihr Schleier sei wohl etwas zu durchsichtig.

«Nein, ich komme nicht zurück»

Knapp zweieinhalb Minuten dauert der Beitrag, den der französische Sender France 2 anhand der Aufnahmen gezeigt hat. Demnach befinden sich zurzeit rund 150 französische Frauen in Syrien, um den IS-Kampf zu unterstützen.

Auf eine von ihnen trifft die junge Syrerin in einem Internetcafé in Raqqa. Aufgeregt spricht diese mit ihrer Mutter in Frankreich. «Nein, ich komme nicht zurück», sagt sie – auf dem Schoss ihr Kind. Wie im Video hörbar ist, insistiert die Mutter am Telefon, ihre Tochter möge doch nach Hause kommen. «Glaube nicht, was dir im Fernsehen gezeigt wird», antwortet sie. «Ich schwöre dir, es stimmt nicht.»

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