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Mittel gegen die Angst

Die Bluttat von Würzburg erschüttert das bisher vermeintliche Sicherheitsgefühl – und zwingt Deutschland zum Handeln.

MeinungDominique Eigenmann

Im Vergleich zu Frankreich ist Deutschland bisher vom islamistischen Terror nahezu verschont geblieben. Dafür gibt es Gründe. Der wichtigste ist, dass die Milieus gewaltbereiter junger Muslime auf dieser Seite des Rheins erheblich kleiner sind als in Frankreich oder Belgien. Viele Deutsche befürchten jedoch schon länger, dass die Hunderttausende von Muslimen, die letztes Jahr aus dem Nahen und Mittleren Osten nach Deutschland geflüchtet sind, nun den Terror auch in ihr Land bringen. Und sei es nur, weil einzelne Radikale in der Anonymität des Stroms untergetaucht sind oder einzelne junge Männer sich in der Fremde verlieren und in der Gewalt wiederfinden.

Die brutale Attacke eines minderjährigen afghanischen Flüchtlings auf ahnungslose Zugpassagiere bei Würzburg wird diese Ängste nun mächtig nähren. Auch wenn der Angriff bei weitem nicht das Ausmass der Massaker in Frankreich angenommen hat, ist das Erschrecken real. Dieses Opfer in der S-Bahn hätte jeder von uns sein können.

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