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Moskaus wirksamste Waffe wird stumpf

Wende im Gasstreit: In den jüngsten Verhandlungen musste Russland der Ukraine trotz heftiger Spannungen tiefere Lieferpreise zugestehen – und wird Opfer der eigenen Politik.

Der aktuelle Preis von 248 Dollar pro 1000 Kubikmeter gilt bis Ende Juni: Messinstrument an einer russischen Pipeline, die Gas in die EU bringt. Foto: Laszlo Balogh (Reuters)
Der aktuelle Preis von 248 Dollar pro 1000 Kubikmeter gilt bis Ende Juni: Messinstrument an einer russischen Pipeline, die Gas in die EU bringt. Foto: Laszlo Balogh (Reuters)

Er drohte wieder – mit höheren Preisen, mit der Abkehr von Europa. Alexei Miller, Chef des weltgrössten Gasproduzenten Gazprom, strotzte Anfang Woche bei einer Konferenz in Berlin vor Selbstvertrauen. Das Gebaren des russischen Spitzenmanagers habe an Wladimir Putin erinnert, kommentierte die «Welt». Aber Gazprom läuft es schlecht. Der Gewinn ist genauso eingebrochen wie die Fördermengen. Die zwei Grossprojekte, die vereinbarten Gaslieferungen nach China und die angedachte neue Pipeline über die Türkei nach Europa, welche die Zukunft des Unternehmens sichern sollen, werden frühestens Ende des Jahrzehnts verwirklicht.

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