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Die Heiligenfabrik

Papst Franziskus wird am Sonntag Mutter Teresa heiligsprechen. Ein Beispiel für den kreativen Umgang des Vatikans mit seinen eigenen Regeln bei Heiligsprechungen.

Ikone der Nächstenliebe: Mutter-Teresa-Rosenkränze in einem Shop in Kalkutta.
Ikone der Nächstenliebe: Mutter-Teresa-Rosenkränze in einem Shop in Kalkutta.
Keystone

Mutter Teresa (1910–1997) wurde schon zu Lebzeiten als «Engel der Armen» verehrt. Und für Katholiken in aller Welt ist sie längst eine Heilige. Agnes Gonxha Bojaxhiu wird nun am Sonntag auch kirchenamtlich den Status einer Heiligen erhalten. Auf dem Petersplatz in Rom werden Hunderttausende Menschen erwartet, um der kleinen Nonne mit dem weiss-blauen Ordensgewand fast zwanzig Jahre nach ihrem Tod die Ehre zu geben. Die Heiligsprechung von Mutter Teresa ist für Papst Franziskus eines der grössten Ereignisse in seiner seit März 2013 andauernden Amtszeit. Und sie liegt ganz auf einer Linie mit dem Heiligen Jahr, das der Papst für dieses Jahr ausgerufen hatte. 2016 steht die Barmherzigkeit im Mittelpunkt.

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