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«Natürlich sind diese Leute genervt»

Nach den Lokführern streiken nun die Piloten der Lufthansa – ausgerechnet in den Herbstferien. Laut Korrespondent David Nauer geht vielen Deutschen das Verständnis dafür ab. Aber längst nicht allen.

Rupen Boyadjian
Fliegen derzeit nicht mehr ab Frankfurt: Die Langstreckenmaschinen, hier eine Boeing 747. (Archiv)
Fliegen derzeit nicht mehr ab Frankfurt: Die Langstreckenmaschinen, hier eine Boeing 747. (Archiv)
Keystone
Die Lufthansa rechnet damit, dass sie insgesamt rund 1450 Flüge von 2150 streichen muss: Anzeigetafel in München bei einem vorherigen Streik. (10. September 2014)
Die Lufthansa rechnet damit, dass sie insgesamt rund 1450 Flüge von 2150 streichen muss: Anzeigetafel in München bei einem vorherigen Streik. (10. September 2014)
Christof Stache, AFP
Die Piloten wollen an der Regelung festhalten, dass sie ab 55 Jahren in Frührente gehen können: Jörg Handwerg, der Sprecher der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit am Flughafen Frankfurt. (20. Oktober 2014)
Die Piloten wollen an der Regelung festhalten, dass sie ab 55 Jahren in Frührente gehen können: Jörg Handwerg, der Sprecher der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit am Flughafen Frankfurt. (20. Oktober 2014)
Fredrik von Erichsen, Keystone
Kurz zuvor hatten schon die Lokführer der Deutschen Bahn gestreikt: Ein Mann wartet bei Gepäck am Bahnhof München. (18. Oktober 2014)
Kurz zuvor hatten schon die Lokführer der Deutschen Bahn gestreikt: Ein Mann wartet bei Gepäck am Bahnhof München. (18. Oktober 2014)
Tobias Hase, Keystone
Der Gewerkschaftsführer Claus Weselsky will nicht nur für die Lokführer, sondern für das ganze Zugspersonal verhandeln: Weselsky am Bahnhof Dresden. (17. Oktober 2014)
Der Gewerkschaftsführer Claus Weselsky will nicht nur für die Lokführer, sondern für das ganze Zugspersonal verhandeln: Weselsky am Bahnhof Dresden. (17. Oktober 2014)
Matthias Hiekel, Keystone
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Die Lufthansa-Piloten beharren auf der Möglichkeit, mit 55 Jahren in Frührente zu gehen. Steht das Anliegen nach der Finanzkrise nicht schräg in der Landschaft?

Die Piloten gehörten bisher zu den privilegierten Arbeitnehmern im Lufthansa-Konzern. Sie haben eine grosszügige Pensionierungsregelung. Gleichzeitig ist der Flugmarkt sehr stark umkämpft. Die Margen sind klein, Lufthansa ist unter Druck, einerseits durch Billigairlines, andererseits durch junge Unternehmen vor allem aus dem arabischen Raum. Vor diesem Hintergrund erscheint es verständlich, wenn Lufthansa sagt, sie könne solche grosszügigen Pensionierungsregeln nicht mehr länger anbieten.

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