War Anschlag auf belgischen Premier geplant?

Auf einem sichergestellten Computer sind Fotos der Wohnung und des Büros von Charles Michel entdeckt worden.

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Bei einem Polizeieinsatz nach den Brüsseler Anschlägen ist ein Laptop mit Fotos vom Büro und der Wohnung des belgischen Premiers Charles Michel gefunden worden. Der Computer sei in der Nähe des Verstecks entdeckt worden, das von den beiden Verdächtigen der Anschläge auf den Brüssel Flughafen benutzt worden sei, sagte ein mit den Ermittlungen Vertrauter am Mittwoch.

Es gebe aber «absolut keine» spezifischen Hinweise, dass Michel in Gefahr gewesen sei. Der Computer sei «voller Dinge» über viele Orte sowie Informationen aus dem Internet, sagte der Beamte weiter.

New Yorker Polizei warnte Niederlande vor Bakraoui-Brüdern

Zudem gibt es Hinweise auf Behördenpannen vor den Anschlägen. Die Niederlande sind nach Angaben des Justizministeriums bereits eine Woche vor den Anschlägen in Brüssel von der Polizei in New York über den radikalen Hintergrund der beiden Attentäter Ibrahim und Khalid El Bakraoui informiert worden. Das teilte Justizminister Ard van der Steur dem Parlament in Den Haag mit.

Ausserdem habe man den Niederlanden gemeldet, «dass beide Brüder von den belgischen Behörden gesucht werden», schreibt der Minister. Einen Tag später, am 17. März, sei dies auch bei Gesprächen zwischen niederländischen und belgischen Polizeidiensten zur Sprache gekommen.

Türkei meldete Ibrahim El Bakraoui als «terroristischen Kämpfer»

Zuvor hatte schon die Türkei den belgischen Behörden vorgeworfen, sie hätten Warnungen ignoriert, dass Ibrahim El Bakraoui ein «terroristischer Kämpfer» sei.

Bei den Terroranschlägen am 22. März am Flughafen Brüssel-Zaventem und in der Metro-Station Maalbeek kamen 31 Menschen ums Leben, vier weitere erlagen im Spital ihren Verletzungen. Es gab rund 300 Verletzte. Der IS hat sich zu beiden Attentaten bekannt. (kko/sda)

Erstellt: 31.03.2016, 08:50 Uhr

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