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Nicht gut genug

Mit Populismus hat das Ergebnis in Italien wenig zu tun.

MeinungSandro Benini
«Ich bin zurückgetreten»: Eine Renzi-Puppe in einem Schaufenster in Neapel. Foto: Keystone
«Ich bin zurückgetreten»: Eine Renzi-Puppe in einem Schaufenster in Neapel. Foto: Keystone

Es ist gleichermassen verführerisch wie vereinfachend, Matteo Renzis Niederlage beim Referendum über die Verfassungsreform als Symptom desselben Phänomens zu interpretieren, das sich 2016 bereits im holländischen Nein zum Assoziierungsabkommen zwischen der EU und der Ukraine, im Brexit sowie in der Wahl Donald Trumps zum amerikanischen Präsidenten manifestiert hat. Mit der Auseinandersetzung zwischen Populisten – wie immer man den Begriff definieren mag – und liberalen Demokraten hatte die Abstimmung in Italien zwar insofern zu tun, als sich jene politischen Kräfte besonders heftig für ein Nein ausgesprochen hatten, die sonst am lautesten gegen Establishment, Elite und EU wettern: die 5-Stern-Bewegung des Komikers Beppe Grillo und die rassistische Lega Nord.

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