Norwegen schafft alle Pelztierfarmen ab

Die norwegischen Tierschützer sind erleichtert: Die neue Regierung hat die Schliessung von 300 Pelztierfarmen beschlossen.

700'000 Nerze werde jährlich in norwegens Pelztierfarmen getötet.

700'000 Nerze werde jährlich in norwegens Pelztierfarmen getötet. Bild: Mwanner/Wikimedia Commons

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Gute Nachrichten für Füchse und Nerze: Die norwegische Regierung hat beschlossen, alle Pelzfarmen zu schliessen. Bis 2025 sollen sie stillgelegt werden.

Erst gestern hat Norwegen eine neue bürgerlich-konservative Regierung vorgestellt. Die konservative Høyre, die rechtspopulistische Frp und die liberale Venstre bilden eine Minderheitsregierung, abhängig von der Unterstützung der christlichen KrF.

Der tierfreundliche Entscheid sei auf Drängen der liberalen Venstre gefallen, wie die «Frankfurter Allgemeine Zeitung» schreibt.

Jährlich werden 800'000 Tiere getötet

In den etwa 300 Pelzfarmen werden laut der Tierschutzorganisation Peta jedes Jahr über 700'000 Nerze und 110'000 Füchse gezüchtet und getötet.

«Tatsächlich war diese Entscheidung schon seit einigen Jahren im Gespräch, jedoch wurde immer wieder den Beteuerungen der Pelzindustrie Glauben geschenkt, es würde sich bei den dokumentierten Betrieben lediglich um 'schwarze Schafe' handeln und das Verbesserungen möglich wären», sagt Andrzej Pazganvon der Tierschutzorganisation Peta Deutschland der Zeitung. Norwegische Tierschützer kämpfen seit Jahrzehnten gegen die Pelzproduktion. Dazu greifen sie auch zu erschreckenden Videos, die zeigen, wie sich Tiere in der Verzweiflung selbstverstümmeln oder einander töten.

Ein Bild aus noch einem anderen Kapitel des Pelzhandels: Auslage von tierischen Produkten in Leipzig um 1905. (Bild: Wikimedia Commons) (oli/sda)

Erstellt: 16.01.2018, 01:21 Uhr

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