Nun ermittelt der Staatsanwalt gegen Fillon

Die französische Justiz hat die Untersuchungen gegen François Fillon ausgeweitet. Der konservative Präsidentschaftskandidat soll seine Frau jahrelang für Scheinjobs bezahlt haben.

Denkt nicht ans Aufhören: Präsidentschaftskandidat François Fillon in Paris. (21. Februar 2017)

Denkt nicht ans Aufhören: Präsidentschaftskandidat François Fillon in Paris. (21. Februar 2017) Bild: Christophe Ena/AP/Keystone

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Die französische Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen gegen den konservativen Präsidentschaftskandidaten François Fillon eröffnet. Der Fall sei an Untersuchungsrichter übergeben worden, teilte die Finanzstaatsanwaltschaft am Freitag in Paris mit. Bisher gab es nur eine vorläufige Untersuchung wegen des Verdachts der Veruntreuung öffentlicher Gelder.

Fillon hatte nach Enthüllungen der investigativen Satirezeitung «Le Canard Enchaîné» zugeben müssen, seine Ehefrau Penelope jahrelang als parlamentarische Mitarbeiterin bezahlt zu haben. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts der Scheinbeschäftigung.

«Weitermachen bis zum Sieg»

Fillon betont dagegen, die Anstellung sei legal gewesen. Nach seinen Angaben geht es um Steuergelder in Höhe von rund 680'000 Euro nach Abzug der Sozialbeiträge.

Vor einer Woche hatte Fillon in einem Zeitungsinterview gesagt, er werde seinen Wahlkampf selbst dann fortsetzen, wenn die Justiz ihn in der Scheinbeschäftigungsaffäre um seine Ehefrau formal einer Straftat beschuldigen sollte. «Meine Entscheidung ist klar: Ich bin Kandidat und ich werde weitermachen bis zum Sieg», sagte der Bewerber des konservativ-bürgerlichen Lagers der Zeitung «Le Figaro». (chi/sda)

Erstellt: 24.02.2017, 20:53 Uhr

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