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Oben ohne gegen Trump

Zwischenfall bei der Gedenkfeier zum Ende des ersten Weltkriegs: Eine Femen-Aktivistin stürmte auf den US-Konvoi zu.

Beim Pariser Triumphbogen rannte eine barbusige Frau auf den US-Konvoi zu. Video: TF1/AFP

Am Pariser Triumphbogen haben die Feierlichkeiten zum 100. Jahrestag des Waffenstillstands im Ersten Weltkrieg begonnen. Der französische Präsident Emmanuel Macron traf am Sonntag bei strömendem Regen an der Seite von Vertretern aus rund 70 Staaten sowie internationalen Organisationen am Arc de Triomphe ein.

Auch US-Präsident Donald Trump fand sich dort ein. Er schüttelte Macron und der deutschen Kanzlerin Angela Merkel die Hand, bevor er sich rechts von Merkel auf die Tribüne stellte. Neben Trump stand seine Gattin Melania.

Beim Eintreffen des US-Konvois hatten zwei mutmassliche Femen-Aktivistinnen mit nackten Brüsten versucht, Trumps Ankunft zu stören. Sie wurden von Sicherheitskräften in Gewahrsam genommen.

«Sie sind gekommen, um Frieden zu feiern, aber sie predigen Krieg.»

Femen-Aktivistin Tara Lacroix

Bereits am Samstag hatten drei Aktivistinnen der Organisation Femen gegen die Präsenz von «Kriegsverbrechern» protestiert. Mit nackten Brüsten, Blumenkränzen in den Haaren und gereckten Fäusten hatten sie am Triumphbogen gerufen: «Welcome war criminals!» («Willkommen Kriegsverbrecher»).

Erstaunte Touristen

Die Oberkörper der Frauen waren mit dem Slogan «Fake peacemakers, real dictators» («Falsche Friedensmacher, wahre Diktatoren») bemalt gewesen. Sie waren am Samstagmorgen mit dem Auto an dem Denkmal eingetroffen, unter dem sich das Grab des unbekannten Soldaten aus dem Ersten Weltkrieg mit der ewigen Flamme befindet. Das Trio war über die Absperrgitter zur Tribüne für die Gedenkveranstaltung geklettert.

Angela Merkel warnt bei den Pariser Gedenkfeiern vor erneuten Gefahren für den Frieden in Europa und in der Welt. (11. November 2018)
Angela Merkel warnt bei den Pariser Gedenkfeiern vor erneuten Gefahren für den Frieden in Europa und in der Welt. (11. November 2018)
Gonzalo Fuentes, AFP
Gedenkfeier: Melania und Donald Trump, Angela Merkel und Gastgeber Emmanuel Macron (v. l.) würdigen die Feierlichkeiten zum Waffenstillstand des Ersten Weltkrieges vor 100 Jahren.
Gedenkfeier: Melania und Donald Trump, Angela Merkel und Gastgeber Emmanuel Macron (v. l.) würdigen die Feierlichkeiten zum Waffenstillstand des Ersten Weltkrieges vor 100 Jahren.
Benoit Tessier, Keystone
Der Adel singt mit: Meghan, die Herzogin von Sussex, und Elke Büdenbender (l.), die Gattin von Steinmeier, sind ebenfalls beim Ehrenmal für die gefallenen Soldaten in Londons City zugegen.
Der Adel singt mit: Meghan, die Herzogin von Sussex, und Elke Büdenbender (l.), die Gattin von Steinmeier, sind ebenfalls beim Ehrenmal für die gefallenen Soldaten in Londons City zugegen.
Andy Rain, Keystone
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Zu der Zeremonie am Sonntag wurden 70 Staats- und Regierungschefs erwartet, darunter US-Präsident Donald Trump, der russische Staatschef Wladimir Putin, der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan und die deutsche Kanzlerin Angela Merkel.

«Sie sind gekommen, um Frieden zu feiern, aber sie predigen Krieg», hatte die 24-jährige Tara Lacroix am Samstag gesagt. «Die meisten Staatschefs sind Diktatoren, die sich über Menschenrechte in ihren Ländern hinwegsetzen», hatte sie hinzugefügt, ohne Namen zu nennen.

Die Polizei hatte Lacroix und ihre beiden Femen-Mitstreiterinnen festgenommen – unter den erstaunten Blicken chinesischer Touristen, die sich vor dem Wahrzeichen der Metropole fotografierten.

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