Zum Hauptinhalt springen

ÖVP-Fraktion wirft Abgeordneten wegen sexistischem Tweet raus

Der österreichische Parlamentarier Efgani Dönmez entschuldigt sich für die «Herabwürdigung» der deutschen Politikerin Sawsan Chebli.

«Sexistisch», «beleidigend» und «nicht akzeptabel»: ÖVP-Chef Sebastian Kurz (rechts) über Efgani Dönmez. (Archivbild)
«Sexistisch», «beleidigend» und «nicht akzeptabel»: ÖVP-Chef Sebastian Kurz (rechts) über Efgani Dönmez. (Archivbild)
Herbert Pfarrhofer, Keystone
Dönmez suggerierte in einem Tweet, dass die deutsche Politikerin Sawsan Chebli mit sexuellen Gefälligkeiten Karriere gemacht habe.
Dönmez suggerierte in einem Tweet, dass die deutsche Politikerin Sawsan Chebli mit sexuellen Gefälligkeiten Karriere gemacht habe.
Herbert Pfarrhofer, Keystone
Dönmez (links) ist kein ÖVP-Mitglied, sondern war nur in der Fraktion der Konservativen. Er wird als Parteiloser weiter im österreichischen Nationalrat bleiben.
Dönmez (links) ist kein ÖVP-Mitglied, sondern war nur in der Fraktion der Konservativen. Er wird als Parteiloser weiter im österreichischen Nationalrat bleiben.
Herbert Pfarrhofer, Keystone
1 / 4

Österreichs Regierungspartei ÖVP hat am Montag einen Nationalratsabgeordneten wegen einer sexistischen Äusserung über die deutsche Politikerin Sawsan Chebli aus ihrer Fraktion ausgeschlossen. Der Abgeordnete Efgani Dönmez hatte am Wochenende im Kurzbotschaftendienst Twitter suggeriert, die Berliner Staatssekretärin und Ex-Aussenamtssprecherin Sawsan Chebli habe mithilfe sexueller Gefälligkeiten Karriere gemacht. Bundeskanzler und ÖVP-Vorsitzender Sebastian Kurz verurteilte Dönmez' Äusserungen als «sexistisch», «beleidigend» und «nicht akzeptabel».

Der 41-jährige Dönmez hatte auf die Frage eines anderen Twitternutzers, wie Chebli ihre Position habe erreichen können, geantwortet: «Schau dir mal ihre Knie an, vielleicht findest du da eine Antwort.»

Dönmez ist kein ÖVP-Mitglied, trat bei den Parlamentswahlen im vergangenen Jahr aber für die Konservativen an. Er werde als parteiloser Abgeordneter im Nationalrat bleiben, erklärte Dönmez.

Der frühere Grünen-Politiker Dönmez löschte den Tweet am Sonntag und erklärte, er habe lediglich Cheblis «Einstellung» gegenüber «reaktionären Muslimverbänden» ansprechen wollen und nicht ihre «Herkunft oder das Geschlecht».

Dönmez entschuldigte sich später bei der Tochter palästinensischer Flüchtlinge und schrieb, er sehe «im Nachhinein, dass ich Frau Chebli herabgewürdigt habe. Das war ein Moment der Schwäche, absolut falsch von mir».

AFP/chk

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch