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Offizier Franco A. wollte Gauck töten – weitere Festnahme

In Baden-Württemberg ist ein weiterer Bundeswehrsoldat unter Terrorverdacht festgenommen und ein Haftbefehl erlassen worden.

Maximilian T. und Franco A. waren in der der Kaserne des Jägerbataillons 291 in Illkirch bei Strassburg (Frankreich) eingesetzt. Franco A. liess sich als syrischer Flüchtling registrieren und plante offenbar einen Anschlag.
Maximilian T. und Franco A. waren in der der Kaserne des Jägerbataillons 291 in Illkirch bei Strassburg (Frankreich) eingesetzt. Franco A. liess sich als syrischer Flüchtling registrieren und plante offenbar einen Anschlag.
epa/Ronald Wittek
In Illkirch soll A. zudem Munition gestohlen und Wände und Waffen mit Hakenkreuzen und anderen Symbolen verunstaltet haben.
In Illkirch soll A. zudem Munition gestohlen und Wände und Waffen mit Hakenkreuzen und anderen Symbolen verunstaltet haben.
epa/Ronald Wittek
Deutsche Soldaten beim Abschiedsappell der zehnten Panzerdivision in Sigmaringen. (Archiv)
Deutsche Soldaten beim Abschiedsappell der zehnten Panzerdivision in Sigmaringen. (Archiv)
Patrick Seeger, Keystone
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Gab oder gibt es eine rechte Terrorzelle in der deutschen Bundeswehr? Im Zuge der Ermittlungen gegen den Oberleutnant Franco A. ist heute ein weiterer Soldat festgenommen worden. Der mutmassliche Komplize wurde im baden-württembergischen Kehl festgenommen, wie die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe mitteilte. Gegen den Mann wurde ein Haftbefehl erlassen und Untersuchungshaft angeordnet.

Es bestehe der Verdacht, dass der 27-jährige Maximilian T. «aus einer rechtsextremistischen Gesinnung heraus» eine schwere staatsgefährdende Gewalttat vorbereitet habe. Maximilian T. und Franco A. sind laut Informationen des «Spiegel» eng befreundet. Beide sollen gemeinsam in der zweiten Kompanie des Jägerbatallions 291 in Illkirch gedient haben.

Gauck und Maas auf der Todesliste

Franco A. war am 26. April in Frankfurt am Main festgenommen worden, ebenso wie der Student Mathias F. aus Offenbach. Die drei Männer planten der Bundesanwaltschaft zufolge «einen Angriff auf das Leben hochrangiger Politiker und Personen des öffentlichen Lebens, die sich für eine aus Sicht der Beschuldigten verfehlte Politik in Ausländer- und Flüchtlingsangelegenheiten engagieren».

Eine Liste mit möglichen Anschlagsopfern enthielt auch die Namen des früheren Bundespräsidenten Joachim Gauck und von Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD). Die Ausführung der Tat sollte Franco A. übernehmen. Dazu hatte er sich unter einer fiktiven Identität eines syrischen Flüchtlings als Asylsuchender registrieren lassen. Auf diese Weise wollten die drei Beschuldigten nach dem Anschlag den Verdacht auf Asylbewerber lenken.

AFP/jdr

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