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Papademos droht mit Staatsbankrott bis März

Der griechische Regierungschef will die Lohnkosten im Land massiv senken. Die Gewerkschaften laufen Sturm dagegen. Papademos warnt nun vor einer «unkontrollierten Zahlungsunfähigkeit».

Fordert «grosse Anstrengungen»: Lukas Papademos während einer Rede.
Fordert «grosse Anstrengungen»: Lukas Papademos während einer Rede.
Keystone

Griechenlands Regierungschef Lucas Papademos hat vor einer «unkontrollierten Zahlungsunfähigkeit» seines Landes im März gewarnt, sollten die Gewerkschaften einer Senkung der Arbeitskosten nicht zustimmen. Arbeitgeber und Gewerkschaften müssten bei ihren Verhandlungen «grosse Anstrengungen» unternehmen, um die Konkurrenzfähigkeit der Wirtschaft zu steigern und den Arbeitsmarkt zu stimulieren, erklärte Papademos am Mittwochabend in Athen.

Zuvor hatte die wichtigste Gewerkschaft des Landes Forderungen nach Lohnsenkungen eine Absage erteilt. «Wir können nicht erwarten, dass andere Staaten der Europäischen Union oder internationale Organisationen ein Land weiter finanziell unterstützen, das sich nicht an die Realität anpasst und seine Probleme angeht», betonte Papademos. Europäische Union, Europäische Zentralbank und der Internationale Währungsfonds (IWF) hätten bei Beratungen über die Auszahlung weiterer Hilfen für das hochverschuldete Land «eine Reihe» von Fragen bezüglich des Arbeitsmarktes gestellt, etwa über den Mindestlohn, Zahlungen während der Urlaubszeit und die Koppelung der Löhne an die Inflation.

«Wenn wir nicht wichtige Massnahmen treffen, wenn wir keinen guten Eindruck hinterlassen, dann droht die Bewertung unserer Partner nicht positiv auszufallen», warnte Papademos. Bei den Beratungen geht es um die Auszahlung von im Oktober beschlossenen weiteren Hilfen für Griechenland. Athen hofft auf einen Kredit in Höhe von 89 Milliarden Euro bis Ende Januar.

AFP/jak, kpn

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