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Papst ist auf einem Auge fast blind

Schmerzen an Hüfte und Knie, Bluthochdruck und auf einem Auge fast blind: Dem Papst geht es viel schlechter als bisher angenommen. Sein Rücktritt erscheint immer verständlicher.

Habemus Papam: Am 19. April 2005 winkt der frisch gewählte Papst vom Balkon seinen Anhängern auf dem Petersplatz in Rom zu.
Habemus Papam: Am 19. April 2005 winkt der frisch gewählte Papst vom Balkon seinen Anhängern auf dem Petersplatz in Rom zu.
Keystone
Neuer Name: Josef Ratzinger nennt sich Papst Benedikt der XVI. (23. April 2005)
Neuer Name: Josef Ratzinger nennt sich Papst Benedikt der XVI. (23. April 2005)
Domenico Stinellis, Keystone
Nach der Ankündigung: Die Kardinäle beraten sich im Vatikan. (11. Februar 2013)
Nach der Ankündigung: Die Kardinäle beraten sich im Vatikan. (11. Februar 2013)
Keystone
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Der Gesundheitszustand von Papst Benedikt XVI. hat sich einem Medienbericht zufolge in den vergangenen Jahren kontinuierlich verschlechtert. Der Papst sei auf einem Auge fast blind und leide zudem an Bluthochdruck, berichtete der italienische Vatikan-Reporter Marco Tosatti auf seinem Blog Vatican Insider.

Tosatti bezog sich auf vertrauliche Informationen von Gehilfen des Papstes, die er bis zum Ende des Pontifikats geheim halten wollte. Mit der Rücktrittsankündigung Benedikts zum 28. Februar sei er nun von dieser Verpflichtung entbunden, erklärte Tosatti.

Schmerzen an Hüfte und Knie

Wegen des Bluthochdrucks habe der Arzt des Papstes empfohlen, Flugreisen einzuschränken und auf den Transatlantikflug zum diesjährigen Weltjugendtag in Rio de Janeiro zu verzichten. Der 85-jährige Papst habe zudem oft Schlafprobleme und sei auf Auslandsreisen in der Vergangenheit mehrfach aus dem Bett gefallen.

Wegen Schmerzen an Hüfte und Knie müsse er in seiner Residenz auf einen Gehstock zurückgreifen. Der Papst lebt zudem mit einem Herzschrittmacher. Angesichts des sich verschlechternden Gesundheitszustands Benedikts sei der Entschluss zu seinem Rücktritt sehr verständlich, schrieb Tosatti.

Mahony will an Konklave teilnehmen

Papst Benedikt XVI. hatte vergangene Woche überraschend seinen Rücktritt angekündigt. In der ersten Märzhälfte soll das Konklave aus 117 Kardinälen zusammentreten, um einen neuen Papst zu wählen.

Für Aufsehen sorgte dabei zuletzt US-Kardinal Roger Mahony, der Dutzende Missbrauchsfälle seiner Diözese in Los Angeles vertuscht haben soll. Der frühere Strafverfolger von Missbrauchsfällen des Vatikans, Charles Scicluna, sagte der Zeitung «La Repubblica», Mahony habe «Fehler gemacht», werde aber vermutlich am Konklave teilnehmen. Der Vatikan kann die Teilnahme Mahonys nicht verbieten.

(SDA)

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