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Papst ruft Gläubige zu Bescheidenheit auf

Im Petersdom hat Papst Franziskus die traditionelle Christmette gefeiert. Wegen Terrorgefahr galten verschärfte Sicherheitsmassnahmen.

Kritisiert die Konsumgesellschaft: Papst Franziskus betet während der Christmette an Heiligabend im Petersdom.
Kritisiert die Konsumgesellschaft: Papst Franziskus betet während der Christmette an Heiligabend im Petersdom.
AFP
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Papst Franziskus hat die Gläubigen in der traditionellen Christmette am Heiligen Abend im Petersdom zu Bescheidenheit aufgerufen. Die Menschen sollten sich an die Geschichte von der Herbergssuche erinnern und daran, was wirklich wichtig sei im Leben, sagte der Papst am Donnerstagabend in seiner Predigt.

«In einer Gesellschaft, die oft so von Konsumdenken und Hedonismus, von Wohlstand und Extravaganz, von Anschein und Narzissmus vergiftet ist, ruft dieses Kind uns auf, nüchtern zu handeln; in anderen Worten, auf eine Art, die einfach, ausgewogen, beständig und in der Lage ist, das zu sehen und tun, was essenziell ist.» Zudem müssten die Menschen in einer Welt, die zu oft Milde gegenüber dem Sünder zeige, selbst ein Gefühl dafür entwickeln, was gut und falsch und vor allem was Gottes Wille sei, sagte der Papst.

25 Meter hoher Weihnachtsbaum

Zu Beginn der Metten hatten die Glocken des Petersdoms geläutet, auf Trompeten wurden Kirchenlieder gespielt. Kinder legten Blumengestecke um eine Statue des Jesus-Kindes, nachdem der Papst sie sanft geküsst hatte.

Wegen Terrorgefahr galten beim Zugang zum Petersdom verschärfte Sicherheitsmassnahmen. Auf dem Petersplatz erstrahlte ein 25 Meter hoher Weihnachtsbaum. Daneben stand eine Krippe mit 24 lebensgrossen Figuren aus der norditalienischen Provinz Trient.

Tausende Pilger in Bethlehem

Nach der Christmette folgt am Freitag mit dem traditionellen Weihnachtssegen «Urbi et Orbi» vor Zehntausenden auf dem Petersplatz der Höhepunkt der Weihnachtsfeierlichkeiten im Vatikan.

Unterdessen versammelten sich auch in Bethlehem im Westjordanland tausende christliche Pilger, um am Geburtsort Jesu Weihnachten zu verbringen. Dort wollte der lateinische Patriarch von Jerusalem, Fuad Twal, am Abend die Christmette feiern. Seine Weihnachtsbotschaft widmet er in diesem Jahr den Opfern von Gewalt und ihren Familien. Twal rief zudem dazu auf, für fünf Minuten die Weihnachtsbeleuchtung auszuschalten, um den Opfern von Gewalt und Terrorismus zu gedenken. Überschattet wurde das Weihnachtsfest von Gewalt zwischen Israelis und Palästinensern.

SDA/woz

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