Künast-Tweet zu Axt-Attacke ärgert Polizei

Der Angriff in einem Regionalzug in Würzburg löst Reaktionen aus. Für die frühere Grünen-Ministerin Renate Künast gibt es Kritik.

Sorgt mit ihrem Tweet im Netz für Empörung: Die deutsche Grünen-Politikerin Renate Künast, hier 2011 in Berlin.

Sorgt mit ihrem Tweet im Netz für Empörung: Die deutsche Grünen-Politikerin Renate Künast, hier 2011 in Berlin. Bild: Keystone

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Nach der Axt-Attacke eines 17-jährigen Afghanen in Deutschland haben sich zahlreiche Menschen über den Kurznachrichtendienst Twitter geäussert. Für heftige Kritik sorgte vor allem ein Tweet der deutschen Grünen-Politikerin Renate Künast. Sie hatte das Vorgehen der Polizei hinterfragt, die den Täter erschossen hatte.

Gegenüber der Tageszeitung «Bild» sagte Wendt, der finale Rettungsschuss sei gesetzlich eindeutig geregelt. Die Polizisten hätten ihren Auftrag erfüllt, und die Grünen-Abgeordnete Renate Künast habe von der «Realität gefährlicher Polizeieinsätze überhaupt keine Ahnung». Der «Saarbrücker Zeitung» sagte der Bundesvorsitzende der deutschen Polizeigewerkschaft, der Vorgang werde von der Staatsanwaltschaft untersucht, und dann werde ein Urteil gefällt: «Da brauchen wir die parlamentarischen Klugscheisser überhaupt nicht.»

Der Bundesvorsitzende der deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, konterte empört:

Die von Künast kritisierte Polizei hatte sich bereits zuvor über den Tweet verärgert gezeigt und reagiert:

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Renate Künast kritisiert die Polizei – ist das gerechtfertigt?




Unter dem Hashtag #Würzburg wurde der Amoklauf bei Twitter in der Nacht schnell zum Thema:

(jros)

Erstellt: 19.07.2016, 08:32 Uhr

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