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«Politisch weit rechts von Dschingis Khan»

Am Freitag gibt Tim Guldimann, der Schweizer Botschafter in Berlin, sein Amt auf. Im Interview kommt er auf die Ukrainekrise zurück, in der er hinter den Kulissen eine wichtige Rolle spielte.

«Man sollte sich keinen Illusionen hingeben»: Tim Guldimann, der Schweizer Botschafter in Berlin. (3. März 2014)
«Man sollte sich keinen Illusionen hingeben»: Tim Guldimann, der Schweizer Botschafter in Berlin. (3. März 2014)
Doris Fanconi

Während der Ukrainekrise haben Sie im Auftrag von Bundesrat Burkhalter mitgeholfen, die Lage zu stabilisieren. Wo sehen Sie unter Präsident Putin den Platz Russlands in Europa? Die Ukrainekrise ist eine Zäsur, Sicherheitspolitik wird in Europa seither neu diskutiert. Die Besetzung der Krim hat ein Prinzip der Nachkriegsordnung verletzt, nämlich dass die Grenzen unverletzlich sind. Nicht unverrückbar, aber unverletzlich. Drei Fragen stellen sich nun: Was passiert in der Ukraine selber? Da fände ich es gut, unvoreingenommen hinzuschauen. Kiew hat nämlich Hausaufgaben zur Stabilisierung des Landes, mit denen es nicht gerade rasch vorankommt. Zweitens: Wie stellen sich die internationalen Mächte zur Ukraine? Russland fürchtet sich vor allem davor, dass die Nato-Ostgrenze in der Ukraine direkt an die russische Grenze stösst.

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