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Polnischer Luftwaffenchef war während des Kaczynski-Absturzes im Cockpit

Als die Maschine des polnischen Präsidenten am 10. April abstürzte, stand General Andrzej Blasik neben den Piloten – die Ermittler haben eine Vermutung, warum.

Versuchte er, die Piloten zur Landung zu überreden?: General Andrzej Blasik, der bei dem Absturz ebenfalls ums Leben kam.
Versuchte er, die Piloten zur Landung zu überreden?: General Andrzej Blasik, der bei dem Absturz ebenfalls ums Leben kam.

Während des Absturzes der Maschine des polnischen Präsidenten Lech Kaczynski hat sich der Chef der polnischen Luftwaffe, Andrzej Blasik, im Cockpit aufgehalten. Das bestätigte der Ermittler Edmund Klich am Dienstag dem Fernsehsender TVN. «Ich werde nicht leugnen, dass bis zur allerletzten Minute eine fünfte Person im Cockpit war (...). Ja, es war General Blasik», sagte Klich. Wer ausser dem General sowie Pilot und Co-Pilot im Cockpit war, sagte er nicht.

Die polnische Nachrichtenagentur PAP hatte bereits vergangene Woche unter Berufung auf anonyme Quellen gemeldet, dass Blasik und weitere Nichtmitglieder der Crew im Cockpit gewesen seien. Damit verdichteten sich Hinweise, wonach die Piloten zur Landung gedrängt worden sein könnten.

Kaczynski war am 10. April mit seiner Frau und 94 weiteren Insassen gestorben, als das Flugzeug in der Nähe der russischen Stadt Smolensk abstürzte. Der Präsident war auf dem Weg nach Katyn, um der Opfer des Massakers von Katyn zu gedenken. In Katyn waren während des Zweiten Weltkriegs rund 22'000 Polen umgebracht worden. Nach dem Unglück waren Spekulationen laut geworden, dass die Piloten unter Druck gesetzt worden sein könnten, das Flugzeug trotz schlechten Wetters zu landen.

(AFP)

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