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Poroschenko und das gelbe Stück Metall

Der ukrainische Präsident hat in Davos eine höchst emotionale Rede gehalten. Es ging auch um die Tragödie von Wolnowacha mit 12 Toten – ein Symbol im Kampf um die Deutungshochheit im Ukraine-Konflikt.

Anna Jikhareva
Neue Tragödie: Menschen an dem Ort in Donezk, wo zuvor ein Geschoss neben einer Bushaltestelle explodierte. (22. Januar 2015)
Neue Tragödie: Menschen an dem Ort in Donezk, wo zuvor ein Geschoss neben einer Bushaltestelle explodierte. (22. Januar 2015)
Keystone
«Ich bin ein Präsident des Friedens»: Poroschenko bei einer Rede vor Studenten in Zürich. (19. Januar 2015)
«Ich bin ein Präsident des Friedens»: Poroschenko bei einer Rede vor Studenten in Zürich. (19. Januar 2015)
Keystone
«Je suis Volnovakha»: Präsident Poroschenko mit einem Schild in der Hand beim Marsch für den Frieden. (18. Januar 2015)
«Je suis Volnovakha»: Präsident Poroschenko mit einem Schild in der Hand beim Marsch für den Frieden. (18. Januar 2015)
AP Photo
12 Tote, 18 Verletzte: Der am Checkpoint von Wolnowacha zertrümmerte Bus. (Foto zur Verfügung gestellt vom ukrainischen Innenministerium). (13. Januar 2015)
12 Tote, 18 Verletzte: Der am Checkpoint von Wolnowacha zertrümmerte Bus. (Foto zur Verfügung gestellt vom ukrainischen Innenministerium). (13. Januar 2015)
AP Photo/Ukrainian Interior Ministry
Bereits damals zerstört: Der Flughafen von Donezk. (8. Oktober 2015)
Bereits damals zerstört: Der Flughafen von Donezk. (8. Oktober 2015)
AP Photo
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Die Rede von Petro Poroschenko am Weltwirtschaftsforum wird wohl vielen in Erinnerung bleiben. Neben den emotionalen Aussagen sorgt ein gelbes Stück Metall, übersät von Einschusslöchern, für Schlagzeilen. Der ukrainische Präsident hatte es zu seinem Auftritt in Davos mitgebracht – als Beweisstück. Es stamme von einem Linienbus, der am Checkpoint nahe der ostukrainischen Stadt Wolnowacha unter Beschuss geraten war, erklärte Poroschenko. Bei dem Vorfall waren vor etwas mehr als einer Woche 12 Zivilisten ums Leben gekommen, 18 weitere wurden verletzt. Für den Politiker war es ein Beweis «für die terroristischen Aktivitäten der Donezker Volksrepublik».

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