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Poroschenko will mit entwaffneten Rebellen reden

«Die Terroristen müssen ihre Waffen niederlegen», sagte der neue Präsident der Ukraine, Petro Poroschenko. Dann sei er bereit, mit ihnen zu verhandeln.

Ist durchaus zu Gespärchen bereit: Der neue ukrainische Präsident Petro Poroschenko. (Archivbild)
Ist durchaus zu Gespärchen bereit: Der neue ukrainische Präsident Petro Poroschenko. (Archivbild)
Reuters

Der neue Präsident der Ukraine, Petro Poroschenko, würde nach eigenen Worten mit den prorussischen Rebellen im Osten des Landes verhandeln, wenn sie auf Gewalt verzichten. Grundlage der Gespräche müsse sein Friedensplan sein.

«Die Terroristen müssen ihre Waffen niederlegen», erklärte Petro Poroschenko am Mittwoch bei einem Treffen mit dem Gouverneur der ostukrainischen Region Donzek, Sergej Taruta, nach einer Mitteilung des Präsidialamtes. Er schliesse einen Runden Tisch mit verschiedenen Parteien nicht aus.

Poroschenko kündigte zudem an, als neues Staatsoberhaupt zunächst die Region zu besuchen, bevor er Auslandsreisen unternehme. Aus politischen Kreisen in Kiew verlautete, der Besuch werde vorbereitet. Wahrscheinlich werde Poroschenko nach Donezk reisen.

Die Separatisten lehnen die Regierung in Kiew ab und wollen erreichen, dass Russland Teile der Ostukraine wie bereits die Krim in sein Territorium eingliedert.

Biden unterstützt Friedensgespräche

Die USA unterstützen laut Vizepräsident Joe Biden nachdrücklich Verhandlungen zwischen der Ukraine, Russland und internationalen Diplomaten zur Lösung der Ukraine-Krise. Das habe Biden am Mittwoch in einem Telefonat mit dem neuen ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko deutlich gemacht, erklärte das Weisse Haus. Im zweiten Gespräch der beiden Politiker innerhalb von zwei Tagen ging es demnach um die Sicherheitslage in der Ostukraine.

Poroschenko sagte Biden nach Darstellung des Weissen Hauses, er stehe weiter zu seinem Angebot prorussischen Rebellen eine Amnestie zu gewähren, wenn diese ihre Waffen niederlegten, beziehungsweise ihnen freies Geleit zu geben, wenn sie nach Russland zurückkehrten.

Heftige Gefechte

Der US-Vizepräsident habe Poroschenko gesagt, dass die Vereinigten Staaten seinen Friedensplan begrüssten, den er am Samstag bei seiner Amtseinführung präsentiert habe. Moskau müsse Poroschenko als legitimen Spitzenrepräsentanten der Ukraine anerkennen, die Unterstützung der Separatisten einstellen und den Fluss von Waffen über die Grenze in die Ukraine stoppen.

Unterdessen gingen die gewalttätigen Auseinandersetzungen weiter, etwa in der von Rebellen kontrollierten Stadt Slawjansk und im benachbarten Semjonowka. Berichte über heftigere Gefechte gab es aber nicht.

Nach offiziellen Angaben wurden in der Region seit Beginn der Kämpfe 210 Menschen getötet, darunter 14 Kinder.

SDA/chk

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