«Präsident Putin ist für mich ein bester Freund»

Der russische und der chinesische Präsident demonstrieren politische Nähe in Moskau.

Mächtige Männer schütteln die Hände: Xi Jinping besucht seinen russischen Amtskollegen Wladimir Putin in Moskau. (Keystone/Maxim Schipenkow/5. Juni 2019)

Mächtige Männer schütteln die Hände: Xi Jinping besucht seinen russischen Amtskollegen Wladimir Putin in Moskau. (Keystone/Maxim Schipenkow/5. Juni 2019)

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Der chinesische Präsident Xi Jinping betonte zum Auftakt eines mehrtägigen Staatsbesuchs in Russland seine Nähe zu Staatschef Wladimir Putin. «Präsident Putin ist für mich ein bester Freund», sagte Xi nach Gesprächen mit seinem russischen Kollegen. Die Beziehungen der beiden Staaten würden «immer besser». Putin lobte das Vertrauen zwischen Peking und Moskau. Unternehmen aus beiden Staaten unterzeichneten Kooperationsverträge.

Die beiden Politiker einigten sich laut Xi darauf, die bilateralen Beziehungen zwischen ihren Ländern «auf ein neues, höheres Niveau zu heben». Dafür hätten sie sich auf «wechselseitige Unterstützung und Beistand» geeinigt. Als Gastgeschenk hatte die chinesische Delegation zwei Pandas als Leihgabe für den Moskauer Zoo mitgebracht. Putin wertete dies als «Zeichen für besonderen Respekt, besonderes Vertrauen gegenüber Russland». Er fügte hinzu: «Wenn wir über Pandas sprechen, zaubert das immer ein Lächeln in unser Gesicht.»

Bereits zuvor hatte er hervorgehoben, es sei Xi zu verdanken, dass die bilateralen Beziehungen in den vergangenen Jahren eine «beispiellose» Bedeutung gewonnen hätten. Kreml-Berater Juri Uschakow stellte in Aussicht, dass Xi und Putin eine Erklärung über «globale Partnerschaft und strategische Zusammenarbeit» unterzeichnen.

Gleiche Wellenlänge im UNO-Sicherheitsrat

China und Russland, die zu den fünf ständigen Mitgliedern des UNO-Sicherheitsrats gehören, vertreten dort in aller Regel dieselbe Linie. Uschakow wies darauf hin, dass die Positionen beider Länder zu internationalen Streitfragen wie Nordkoreas Atomprogramm, dem Machtkampf in Venezuela und dem Atomabkommen mit dem Iran «sehr nahe beieinander oder deckungsgleich» seien.

Dagegen schwelt zwischen den USA und China ein Handelskrieg, zwischen den USA und Russland gibt es Spannungen unter anderem wegen der Annexion der Krim durch Moskau und der mutmasslichen Einmischung Russlands in den Präsidentschaftswahlkampf in den USA.

Besuch im Bolschoi-Theater

Russische und chinesische Unternehmen unterzeichneten eine Reihe von Abkommen. Diese bezogen sich unter anderem auf die Bereiche Internethandel und Telekommunikation.

Xi wollte nach ersten Gesprächen mit Putin in Moskau das Bolschoi-Theater besuchen. Für Donnerstag und Freitag ist die Teilnahme Xis am Wirtschaftsforum in St. Petersburg geplant, das unter Putins Schirmherrschaft steht. Das bilaterale Handelsvolumen hatte im vergangenen Jahr um ein Viertel zugenommen und einen Wert von 96 Milliarden Euro erreicht. (fal/sda)

Erstellt: 05.06.2019, 19:44 Uhr

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