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«Prorussische Aktivisten gewinnen laufend an Boden»

In Donezk besetzen Separatisten immer mehr Orte mit strategischer und symbolischer Bedeutung. Korrespondent David Nauer schildert Stimmung und Lage in der ostukrainischen Stadt.

Abkehr von der Ukraine: Auf dem Dach einer Bank in Donezk hisst ein Separatist die Fahne der «Freien Volksrepublik Donezk».
Abkehr von der Ukraine: Auf dem Dach einer Bank in Donezk hisst ein Separatist die Fahne der «Freien Volksrepublik Donezk».
Keystone

Sie haben sich heute in Donezk umgeschaut. Wie ist die Lage in der ostukrainischen Grossstadt, wo prorussische Separatisten aktiv sind? In Donezk ist es weitgehend ruhig, es herrscht normaler Alltag. Es gibt aber mehrere Orte mit strategischer oder symbolischer Bedeutung, die von prorussischen Separatisten besetzt werden. Dazu gehören etwa das Rathaus und der zentrale Lenin-Platz. Am Sonntag wurde zudem eine lokale TV-Station gestürmt. Ich habe heute Mittag beobachtet, wie ein paar Dutzend Separatisten im Stadtzentrum eine Bank belagert haben. Das Geldhaus gehört dem ukrainischen Oligarchen und Politiker Ihor Kolomoisky. Er gilt den Separatisten als Feind, weil er die ukrainische Zentralregierung in Kiew unterstützt. Bei der Aktion stieg ein vermummter Separatist auf das Dach der Bank: Er entfernte die Flagge der Ukraine und hisste an deren Stelle eine Fahne der sogenannten Freien Volksrepublik Donezk.

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