Zum Hauptinhalt springen

Prozess gegen Rechtspopulist Wilders ist geplatzt

Der niederländische Islamgegner Geert Wilders hat beim Verfahren gegen ihn einen ersten Erfolg erzielt. Die Berufungskammer erklärte seine Richter für befangen.

Der Prozess wird verschoben: Geert Wilders gestern im Gerichtssaal.
Der Prozess wird verschoben: Geert Wilders gestern im Gerichtssaal.
AFP

Der Amsterdamer Prozess gegen den niederländischen Islamgegner Geert Wilders wegen Hetze gegen Muslime ist geplatzt. Eine Berufungskammer gab am Freitag einem erneuten Antrag des Angeklagten statt, seine Richter für befangen zu erklären.

Nun müssen erst neue Richter berufen werden, ehe das Verfahren wieder aufgenommen werden kann. Ob und wann dies geschieht, war zunächst unklar. Ursprünglich war das Urteil für 5. November erwartet worden.

Angeblicher Versuch von Beeinflussung

Wilders muss sich seit dem 4. Oktober wegen Anstachelung zum Hass und Diskriminierung von Muslimen vor Gericht verantworten. Er hatte geltend gemacht, ein Mitglied des Gerichtshofes habe versucht, einen Islam-Experten zu beeinflussen, der in seinem Verfahren als Sachverständiger angehört werden sollte.

Nachdem der Arabist diesen mutmasslichen Manipulierungsversuch bekanntmachte, sei er von den Richtern nicht mehr als Zeuge zugelassen worden. Angesichts dessen habe er «kein bisschen Vertrauen mehr» in seine Richter.

SDA/miw

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch