Zum Hauptinhalt springen

Putin dreht die Uhr zurück

In Russland gilt künftig ganzjährig die Winterzeit. Die letzten drei Jahre galt die Sommerzeit – doch dies verärgerte viele Bürger.

Nimmt selber selten Termine am frühen Morgen wahr: Putin bei einer Veranstaltung in Sotschi. (24. Oktober 2014)
Nimmt selber selten Termine am frühen Morgen wahr: Putin bei einer Veranstaltung in Sotschi. (24. Oktober 2014)
Kreml, Reuters

In Russland gilt ab Sonntag ganzjährig die Winterzeit. Der russische Präsident Wladimir Putin hat zudem beschlossen, die Zahl der Zeitzonen wieder von neun auf elf zu erhöhen. Damit endet ein dreijähriges Experiment, das bei den Russen auf wenig Gegenliebe stiess. Putins Vorgänger Dmitri Medwedew hatte im Jahr 2011 beschlossen, durchgehend die Sommerzeit zu behalten.

Medwedew verwies damals auf die negativen Auswirkungen einer Zeitumstellung auf den menschlichen Biorhythmus. Zudem begründete er seinen Schritt damit, dass er vielen Kühen ein Trauma ersparen wolle, weil sie eine Stunde später gemolken würden.

Verärgerte Bürger

Viele Bürger waren über diese Regelung verärgert, da es im Winter nun morgens länger dunkel blieb. Als Putin wieder Präsident wurde, kündigte er an, die Regelung zu überprüfen. Im Juli unterzeichnete der Kreml-Chef, der am frühen Morgen nur selten öffentliche Termine wahrnimmt, ein entsprechendes Gesetz. Einer Umfrage zufolge begrüssen 39 Prozent den Wechsel zur Winterzeit, während sich 17 Prozent der Befragten dagegen aussprachen. 40 Prozent gaben an, ihnen sei die Zeitumstellung egal.

In Weissrussland gilt seit 2011 ebenfalls dauerhaft die Sommerzeit. Minsk will daran auch weiterhin festhalten. Auf der Krim wurden die Uhren Ende März auf Moskauer Zeit umgestellt, kurz nachdem die Schwarzmeerhalbinsel nach einer Volksabstimmung in die Russische Föderation eingegliedert worden war.

In der Nacht zum Sonntag endet auch in Deutschland die Sommerzeit: Um drei Uhr morgens werden die Uhren um eine Stunde auf die mitteleuropäische Zeit (MEZ) zurückgestellt.

AFP/mw

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch