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«Putin gehört in Russland alles»

Die Panama Papers zeigen konkret, wie der russische Präsident seine Kassen füllt, sagt Antikorruptionskämpfer Alexei Nawalny.

Gefährliches Leben: Der Blogger Alexei Nawalny beim Gedenken an den ermordeten Oppositionspolitiker Nemzow. (27. Februar 2016)
Gefährliches Leben: Der Blogger Alexei Nawalny beim Gedenken an den ermordeten Oppositionspolitiker Nemzow. (27. Februar 2016)
Tass/Valery Sharifulin, Keystone
Beharrlich: Nawalny muss wegen seiner kritischen Texte immer wieder vor Gericht erscheinen. (13. Mai 2015)
Beharrlich: Nawalny muss wegen seiner kritischen Texte immer wieder vor Gericht erscheinen. (13. Mai 2015)
Maxim Shemetov, Reuters
Ernüchternde Prognosen: «Eigentlich haben die Leute die Korruption satt. Putin habe 86 Prozent Unterstützung, sagen Umfragen. Aber unsere Kampagne zum Artikel 20 der UNO-Konvention unterstützen 90 Prozent!», so Nawalny. (27. Februar 2016)
Ernüchternde Prognosen: «Eigentlich haben die Leute die Korruption satt. Putin habe 86 Prozent Unterstützung, sagen Umfragen. Aber unsere Kampagne zum Artikel 20 der UNO-Konvention unterstützen 90 Prozent!», so Nawalny. (27. Februar 2016)
Maxim Shemetov, Reuters
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Ihr Blog über Korruption in Russland machte Sie zu einem der bekanntesten Oppositionellen. Was ist für Sie an den Panama Papers, die Steuer- und Geldwäscherei­delikte ans Licht bringen, neu?

Wir wussten ungefähr, wie die putinsche Korruption funktioniert: Er hat Freunde, diese Freunde gewinnen staatliche Ausschreibungen und verdienen damit Milliarden. Diese Milliarden sind wie ein gemeinsamer Topf, aus dem er sich bedienen kann. Jetzt stellt sich heraus, dass es ausserdem noch eigene Kassen Putins gibt. Und wir sehen, wie sie gefüllt werden. Dass das, was dem Cellisten Sergei Roldugin gehört, eine Kasse von Putin ist, daran habe ich keinen Zweifel.

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