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«Putin hat es in der Hand, den Konflikt zu beenden»

Switlana Zalischtschuk war eine führende Maidan-Aktivistin, jetzt ist sie Parlamentarierin. Ein Gespräch über Korruption, Krieg, Krisen und Hoffnungen in der Ukraine.

«Die ukrainische Gesellschaft toleriert die Korruption nicht mehr»: Switlana Zalischtschuk. (Bild: Oliver O'Hanlon/UN Watch)
«Die ukrainische Gesellschaft toleriert die Korruption nicht mehr»: Switlana Zalischtschuk. (Bild: Oliver O'Hanlon/UN Watch)

Die Maidan-Revolution vor zwei Jahren hat dramatische Entwicklungen in der Ukraine ausgelöst. Die Krim wurde von Russland annektiert, im Donbass gab es einen blutigen Konflikt, der zurzeit eingefroren ist. Die wirtschaftliche Lage ist schlecht, und die Korruption ist ein grosses Problem geblieben. War der Euro-Maidan ein Fehler? Nein, er war kein Fehler. Trotz aller Probleme und Enttäuschungen entwickelt sich die Ukraine in die richtige Richtung. Bei dieser Revolution der Würde ging es darum, das autoritäre System abzuschaffen. Auf dem Weg zu einem echten europäischen demokratischen Staat haben wir in den letzten zwei Jahren substanzielle Fortschritte gemacht. Die demokratische Transformation der Ukraine ist unumkehrbar. Viele Spielregeln sind geändert worden, und wir haben neue politische Freiheiten. Ich nenne ein persönliches Beispiel: Als Journalistin und Aktivistin einer Nichtregierungsorganisation wurde ich unter dem alten Regime strafrechtlich verfolgt. Das ist inzwischen nicht mehr denkbar.

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