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Putin macht sich für Pussy Riot stark

Wladimir Putin hat sich für ein mildes Urteil gegen die Punkband Pussy Riot ausgesprochen. Auch wenn sie nichts Gutes getan hätten, hätten die drei jungen Frauen ihre Lektion gelernt, erklärte der russiche Präsident.

Ihr Anwalt fürchtete um ihre Sicherheit im Straflager: Die verurteilten Pussy-Riot-Mitglieder Maria Alechina und Nadeschda Tolokonnikowa.
Ihr Anwalt fürchtete um ihre Sicherheit im Straflager: Die verurteilten Pussy-Riot-Mitglieder Maria Alechina und Nadeschda Tolokonnikowa.
AFP
«Wir sind nicht erledigt»: Jekaterina Samuzewitsch nach ihrer Freilassung. (10. Oktober 2012)
«Wir sind nicht erledigt»: Jekaterina Samuzewitsch nach ihrer Freilassung. (10. Oktober 2012)
Keystone
Sorgte auch aus dem Gefängnis für Wirbel: Nadeschda Tolokonnikowa hat aus dem Gefängnis ein Interview gegeben. (10. Oktober 2012)
Sorgte auch aus dem Gefängnis für Wirbel: Nadeschda Tolokonnikowa hat aus dem Gefängnis ein Interview gegeben. (10. Oktober 2012)
Keystone
Urteil im Berufungsprozess: Jekaterina Samuzewitsch (links) kam überraschend frei. Maria Alechina (Mitte) und Nadeschda Tolokonnikowa kamen ins Straflager.
Urteil im Berufungsprozess: Jekaterina Samuzewitsch (links) kam überraschend frei. Maria Alechina (Mitte) und Nadeschda Tolokonnikowa kamen ins Straflager.
Keystone
Der Berufungsprozess wurde vertagt: Mitglieder der Band Pussy Riot am 1. Oktober 2012 im Gerichtssaal.
Der Berufungsprozess wurde vertagt: Mitglieder der Band Pussy Riot am 1. Oktober 2012 im Gerichtssaal.
AFP
Wegen «Rowdytums» zwei Jahre ins Straflager: Maria Alechina, Jekaterina Samuzewitsch und Nadeschda Tolokonnikowa halten das Urteil vor die Kameras der Fotografen im Gerichtssaal in Moskau. (17. August 2012)
Wegen «Rowdytums» zwei Jahre ins Straflager: Maria Alechina, Jekaterina Samuzewitsch und Nadeschda Tolokonnikowa halten das Urteil vor die Kameras der Fotografen im Gerichtssaal in Moskau. (17. August 2012)
Keystone
Flucht vor der Staatsgewalt: In Moskau versucht ein Polizist, eine Pussy-Riot-Unterstützerin einzufangen. (17. August 2012)
Flucht vor der Staatsgewalt: In Moskau versucht ein Polizist, eine Pussy-Riot-Unterstützerin einzufangen. (17. August 2012)
Reuters
Zahlreiche Verhaftungen vor dem Gerichtsgebäude nach Protesten gegen den Pussy-Riot-Prozess in Moskau: Polizisten tragen den Oppositionsführer und ehemaligen Schach-Weltmeister Garri Kasparow weg. (17. August 2012)
Zahlreiche Verhaftungen vor dem Gerichtsgebäude nach Protesten gegen den Pussy-Riot-Prozess in Moskau: Polizisten tragen den Oppositionsführer und ehemaligen Schach-Weltmeister Garri Kasparow weg. (17. August 2012)
Reuters
Warten auf die Urteilsverkündung (v. l.): Jekaterina Samuzewitsch, Maria Alechina und Nadeschda Tolokonnikowa. (17. August 2012)
Warten auf die Urteilsverkündung (v. l.): Jekaterina Samuzewitsch, Maria Alechina und Nadeschda Tolokonnikowa. (17. August 2012)
Keystone
Solidaritätskundgebung vor dem Chamowniki-Gericht im Zentrum Moskaus: Anti-Korruptions-Blogger Alexei Nawalny (r.) und der Parlamentarier (Duma-Abgeordneter) Dmitri Gudkow. (17. August 2012)
Solidaritätskundgebung vor dem Chamowniki-Gericht im Zentrum Moskaus: Anti-Korruptions-Blogger Alexei Nawalny (r.) und der Parlamentarier (Duma-Abgeordneter) Dmitri Gudkow. (17. August 2012)
Keystone
Die Polizei verhaftet mehrere Demonstranten vor dem Gerichtsgebäude: Ein Aktivist in einem Polizeiauto nach seiner Verhaftung. (17. August 2012)
Die Polizei verhaftet mehrere Demonstranten vor dem Gerichtsgebäude: Ein Aktivist in einem Polizeiauto nach seiner Verhaftung. (17. August 2012)
Reuters
Solidarität mit Pussy Riot: Maskierte Demonstranten vor der russischen Botschaft in London. (17. August 2012)
Solidarität mit Pussy Riot: Maskierte Demonstranten vor der russischen Botschaft in London. (17. August 2012)
AFP
Gewohnt unorthodoxer Protest der ukrainischen Feministen-Gruppe Femen: Eine Aktivistin fällt in Kiew ein Kreuz, das an die Opfer der stalinistischen Repression erinnern sollte. (17. August 2012)
Gewohnt unorthodoxer Protest der ukrainischen Feministen-Gruppe Femen: Eine Aktivistin fällt in Kiew ein Kreuz, das an die Opfer der stalinistischen Repression erinnern sollte. (17. August 2012)
AFP
Die Mitglieder von Pussy Riot auf dem Weg in den Gerichtssaalt: Nadeschda Tolokonnikowa (Mitte), Maria Alechina (r.) und Jekaterina Samuzewitsch (l.). (17. August 2012)
Die Mitglieder von Pussy Riot auf dem Weg in den Gerichtssaalt: Nadeschda Tolokonnikowa (Mitte), Maria Alechina (r.) und Jekaterina Samuzewitsch (l.). (17. August 2012)
Keystone
Drei Jahre Haft drohten den Musikerinnen: Nadeschda Tolokonnikowa beim Aussteigen aus einem Polizeifahrzeug. (17. August 2012)
Drei Jahre Haft drohten den Musikerinnen: Nadeschda Tolokonnikowa beim Aussteigen aus einem Polizeifahrzeug. (17. August 2012)
Reuters
Im Straflager für Frauen ist nur ein Telefonat pro Monat erlaubt: Jekaterina Samuzewitsch trifft zur Urteilsverkündung beim Moskauer Bezirksgericht ein. (17. August 2012)
Im Straflager für Frauen ist nur ein Telefonat pro Monat erlaubt: Jekaterina Samuzewitsch trifft zur Urteilsverkündung beim Moskauer Bezirksgericht ein. (17. August 2012)
Reuters
Kämpferisch bis zum Schluss: Nadeschda Tolokonnikowa am letzten Prozesstag. (8. August 2012)
Kämpferisch bis zum Schluss: Nadeschda Tolokonnikowa am letzten Prozesstag. (8. August 2012)
AFP
Versucht vergebens, die Richterin aus dem Verfahren entfernen zu lassen: Nadeschda Tolokonnikowa wird in den Gerichtssaal geführt. (7. August 2012)
Versucht vergebens, die Richterin aus dem Verfahren entfernen zu lassen: Nadeschda Tolokonnikowa wird in den Gerichtssaal geführt. (7. August 2012)
Keystone
Die russische Staatsanwaltschaft fordert drei Jahre Haft: Maria Alechina auf dem Weg in den Gerichtssaal. (7. August 2012)
Die russische Staatsanwaltschaft fordert drei Jahre Haft: Maria Alechina auf dem Weg in den Gerichtssaal. (7. August 2012)
Keystone
Prominente Unterstützung: Madonna hat in Moskau ihre Hoffnung geäussert, dass die drei Punkrockerinnen freigesprochen werden. (6. August 2012)
Prominente Unterstützung: Madonna hat in Moskau ihre Hoffnung geäussert, dass die drei Punkrockerinnen freigesprochen werden. (6. August 2012)
Keystone
Hat sich im Gefängnis nicht richtig ernähren können: Maria Alechina. (30. Juli 2012)
Hat sich im Gefängnis nicht richtig ernähren können: Maria Alechina. (30. Juli 2012)
Keystone
Pussy Riot vor Gericht, von links nach rechts: Nadeschda Tolokonnikowa, Maria Alechina und Jekaterina Samuzewitsch. (30. Juli 2012)
Pussy Riot vor Gericht, von links nach rechts: Nadeschda Tolokonnikowa, Maria Alechina und Jekaterina Samuzewitsch. (30. Juli 2012)
Reuters
Ihnen wurde Rowdytum vorgeworfen: Zwei Mitglieder der Band zum Prozessauftakt in Moskau. (30. Juli 2012)
Ihnen wurde Rowdytum vorgeworfen: Zwei Mitglieder der Band zum Prozessauftakt in Moskau. (30. Juli 2012)
Reuters
Die Angeklagten im Glaskasten: Der Prozess wurde live im Internet übertragen. (30. Juli 2012)
Die Angeklagten im Glaskasten: Der Prozess wurde live im Internet übertragen. (30. Juli 2012)
AFP
Vor dem Prozess: Maria Alechina wird von einer Polizeieskorte in den Gerichtssaal gebracht. (30. Juli 2012)
Vor dem Prozess: Maria Alechina wird von einer Polizeieskorte in den Gerichtssaal gebracht. (30. Juli 2012)
Reuters
Seit Oktober 2011 aktiv: Pussy Riot bei einem Protestauftritt beim Roten Platz in Moskau. (Archivbild)
Seit Oktober 2011 aktiv: Pussy Riot bei einem Protestauftritt beim Roten Platz in Moskau. (Archivbild)
Reuters
Mitglieder der Opposition protestieren gegen den Prozess. Sie halten Schilder mit der Aufschrift «Freiheit für Pussy Riot».
Mitglieder der Opposition protestieren gegen den Prozess. Sie halten Schilder mit der Aufschrift «Freiheit für Pussy Riot».
Keystone
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Der russische Präsident Wladimir Putin hat sich erstmals öffentlich zur Anklage gegen die Mitglieder der Punkband Pussy Riot geäussert und sich dabei für eine milde Strafe ausgesprochen. Zugleich kritisierte er die wegen Rowdytums angeklagten Musikerinnen. «Ich denke, das Urteil sollte nicht zu hart ausfallen», sagte der Staatschef laut russischen Nachrichtenagenturen während eines Besuchs in London. Die drei jungen Frauen hätten ihre Lektion bereits gelernt.

Den Punk-Rockerinnen wird vorgeworfen, Ende Februar vor der russischen Präsidentenwahl die orthodoxe Christ-Erlöser-Kathedrale in Moskau gestürmt und Putin von der Kanzel herab verunglimpft zu haben. Die Aktion dauerte weniger als eine Minute. Ihnen drohen wegen Randalierens bis zu sieben Jahre Haft. Das Vorgehen der russischen Behörden, insbesondere die seit Monaten andauernde Inhaftierung der Frauen, ist international scharf kritisiert worden. Vor Gericht bekannten sich die Musikerinnen am Montag für nicht schuldig im Sinne der Anklage.

Die Aktion der Punk-Rockerinnen «war nicht gut», sagte Putin. Es hätte ihnen dafür eine wesentlich härtere Strafe gedroht, hätten sie diese an einem heiligen Ort in Israel dargeboten – sogar die Todesstrafe, wenn sie im nördlichen Kaukasus Russlands an einem muslimischen Ort aufgetreten wären. «Wenn sie irgendeinen heiligen muslimischen Ort damit entweiht hätten, wäre uns nicht einmal die Zeit geblieben, sie festzunehmen», sagte Putin weiter.

Britische Musiker fordern Freilassung

Ebenfalls am Donnerstag hatten zahlreiche britische Rockstars Russland zu einer Einstellung des Prozesses gegen die drei Frauen von Pussy Riot aufgerufen. Pete Townshend von der Gruppe The Who, Pulp-Sänger Jarvis Cocker und Neil Tennant von den Pet Shop Boys veröffentlichten in der Zeitung «The Times» einen offenen Brief. Darin forderten sie die Freilassung der Frauen, die sich seit vier Monaten in Untersuchungshaft befinden.

Der Auftritt der Frauen in der wichtigsten Moskauer Kathedrale sei eine legitime Protestaktion gewesen, schrieben die Musiker. Der Brief erschien während des Aufenthalts Putins in London. Das russische Staatsoberhaupt war nach London gereist, um den britischen Premierminister David Cameron zu treffen und die Olympischen Spiele zu besuchen.

(dapd)

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