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Putin-Gegner Nawalny bleibt unter Hausarrest

Seit Februar darf der prominente russische Korruptionskritiker Alexej Nawalny weder das Internet nutzen noch telefonieren. Das soll auch die nächsten drei Monate so bleiben, befand nun die russische Justiz.

Änderung der Auflagen: Alexej Nawalny. (9. September 2013)
Änderung der Auflagen: Alexej Nawalny. (9. September 2013)
AP Photo

Russlands Justiz hat den Kreml-Kritiker Alexej Nawalny für weitere drei Monate unter Hausarrest gestellt. Das sagte sein Anwalt der Nachrichtenagentur AFP, nachdem das zuständige Gericht in Moskau eine Änderung der Auflagen bekanntgegeben hatte.

Der oppositionelle Blogger und Korruptionskritiker steht bereits seit Februar unter Hausarrest und darf weder das Internet benutzen noch telefonieren. Laut einer Gerichtssprecherin darf er sich künftig aber wieder zu dem Betrugsprozess um die französische Kosmetikfirma Yves Rocher äussern, den Kritiker als politisch motiviert betrachten.

Nawalny und seinem Bruder Oleg wird vorgeworfen, Yves Rocher um 27 Millionen Rubel (530'000 Franken) betrogen zu haben, indem sie der Firma für geleistete Dienstleistungen überhöhte Preise berechneten. Einem weiteren Unternehmen sollen sie vier Millionen Rubel abgeknöpft haben.

Das Geld wurde laut der Anklage von den beiden Brüdern und deren Angehörigen gewaschen. Alexej Nawalny beharrt auf seiner Unschuld und spricht von konstruierten Vorwürfen.

Der 38-jährige Kreml-Kritiker hatte im Winter 2011/2012 zu den Anführern der Proteste gegen die erneute Kandidatur Wladimir Putins für das Präsidentenamt gehört. Bei der letzten Moskauer Bürgermeisterwahl kam Nawalny auf den zweiten Platz. Die Zulassung seiner Oppositionsbewegung als Partei wurde von den Behörden abgelehnt.

(SDA)

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