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Putins Antwort auf die geplante US-Raketenabwehr

Vor den Präsidentschaftswahlen in Russland hat Regierungschef Wladimir Putin eine «beispiellose» militärische Aufrüstung angekündigt. Über 500 Milliarden Euro will er dafür ausgeben.

Mehr Waffen: Ministerpräsident Wladimir Putin besichtigt einen Kampfjet bei Moskau, Juni 2010.
Mehr Waffen: Ministerpräsident Wladimir Putin besichtigt einen Kampfjet bei Moskau, Juni 2010.
Keystone

Russland muss nach Einschätzung von Ministerpräsident Wladimir Putin zum Schutz seiner Ressourcen seine Streitkräfte modernisieren. Putin schrieb in einem Leitartikel der Zeitung «Rossijskaja Gaseta», andere Länder könnten versucht sein, Gewalt einzusetzen, um Druck auszuüben. Schon bald könnten Fragen laut werden, ob die nationale Souveränität für Rohstoffe von weltweiter Bedeutung noch gelte.

Putin nannte in seinem Artikel kein Land beim Namen. Er warf jedoch in der Vergangenheit den USA vor, Russland schwächen zu wollen. «Wir dürfen andere mit unserer Schwäche nicht in Versuchung führen», erklärte Putin. Die Regierung wolle daher in den kommenden zehn Jahren rund 23 Billionen Rubel (580 Milliarden Euro) für mehr als 400 Interkontinentalraketen, mehr als 600 Kampfflugzeuge, Dutzende U-Boote und Tausende Schützenpanzer ausgeben.

Langstreckenwaffen als wichtiges Instrument

Russland werde auf die geplante US-Raketenabwehr mit der Entwicklung neuer Waffen reagieren, die den Schild durchschlagen könnten, schrieb Putin weiter. Das Land müsse 30 bis 50 Jahre vorausblicken, um Bedrohungen zu erkennen, die sich aus neuen Waffentechnologien ergeben könnten.

Einen atomaren Konflikt hält der Ministerpräsident für unwahrscheinlich. Allerdings könnte der wissenschaftliche Fortschritt zu neuen Waffen führen, die die Art der Kriegsführung verändern könnten. Putin verwies besonders auf nicht nukleare Langstreckenwaffen, die ein wichtiges Instrument der modernen Kriegsführung seien.

dapd/jak

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