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Putins Beichte

Der russische Präsident Wladimir Putin gibt erstmals zu, dass er dem entmachteten ukrainischen Staatschef Fluchthilfe geleistet hat. Und er liefert auch gleich eine Erklärung dazu.

«Janukowitsch hat darum gebeten, nach Russland gebracht zu werden»: Der russische Präsident Wladimir Putin. (17. Oktober 2014)
«Janukowitsch hat darum gebeten, nach Russland gebracht zu werden»: Der russische Präsident Wladimir Putin. (17. Oktober 2014)
Vasily Maximov, AFP

Der russische Präsident Wladimir Putin hat erstmals eingeräumt, dem entmachteten ukrainischen Staatschef Viktor Janukowitsch bei dessen Flucht unterstützt zu haben. «Ich sage es ganz offen: Janukowitsch hat darum gebeten, nach Russland gebracht zu werden, und wir haben dies getan», sagte Putin während einer Konferenz des internationalen Waldai-Diskussionsforums in Sotschi.

Der ehemalige ukrainische Staatschef habe sich nach seinem Sturz zunächst mit Hilfe Moskaus auf die Schwarzmeer-Halbinsel Krim abgesetzt und sei einige Tage später nach Russland weiter gereist, erklärte Putin. In der damaligen Situation wäre eine Rückkehr nach Kiew für Janukowitsch zu gefährlich gewesen, sagte Putin.

Suche per Haftbefehl

Das Parlament in Kiew hatte Janukowitsch im Februar unter dem Druck proeuropäischer Proteste für abgesetzt erklärt. Nach dem Sturz des Staatschefs gliederte die Russische Föderation die Krim nach einer Volksabstimmung auf der Halbinsel im März in ihr Staatsgebiet ein. Einen Monat später begann in der Ostukraine ein Aufstand von Gegnern der neuen Regierung in Kiew.

Die ukrainischen Behörden suchen per Haftbefehl nach Janukowitsch. Nach Angaben eines Vertreters des Innenministeriums in Kiew erhielt der ehemalige Präsident inzwischen die russische Staatsbürgerschaft. Moskau bestreitet das.

SDA/thu

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