Rauch vor EU-Gipfel: Aktivisten besetzen Gebäude

Vor dem EU-Gipfeltreffen in Brüssel haben Umweltschützer die Fassade des Europa-Gebäudes besetzt.

Das Hauptquartier des EU-Rates während eines Greenpeace-Protests vor dem EU-Gipfeltreffen in Brüssel. (12. Dezember 2019) Bild: Yves Herman/Reuters

Das Hauptquartier des EU-Rates während eines Greenpeace-Protests vor dem EU-Gipfeltreffen in Brüssel. (12. Dezember 2019) Bild: Yves Herman/Reuters

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Greenpeace-Aktivisten haben am Donnerstag in der Früh das Europa-Gebäude des EU-Gipfels besetzt. Mehr als zwei Dutzend Umweltschützer erkletterten die Fassade des Gebäudes in Brüssel.

Sie entrollten ein Banner mit der Aufschrift «Klima-Notstand» und weitere mit Flammen. Danach blieben die Aktivisten auf der Fassade. Diese Greenpeace-Aktion könnte Konsequenzen für das EU-Gipfeltreffen haben. Ein Vertreter des EU-Rates sagte, das am Nachmittag beginnende Treffen werde in ein Nebengebäude verlegt, wenn die Besetzung anhalte.

«Die Polizei greift derzeit ein», hiess es in einer Botschaft an die Mitarbeiter des EU-Rates, die der Nachrichtenagentur AFP vorliegt. «Der Gipfel wird stattfinden, aber es wird überlegt, ob er in das JL-Gebäude verlegt wird.» Dieses liegt direkt daneben. Dort hatten die EU-Staats- und Regierungschefs früher ihre Gipfel bis zur Fertigstellung des Europa-Gebäudes abgehalten.

Menschen gehen vor dem Europa-Gebäude vorbei, das Umweltschützer erklommen haben. (12. Dezember 2019) Bild: Olivier Hoslet/EPA

Feuerwehr-Fahrzeuge vor dem Europa-Gebäude fuhren Drehleitern aus – offenbar, damit die Polizei die angeseilten Aktivisten von der Fassade holen kann. Ob dies gelingt, war aber offen.

Gemäss einer kurzen Meldung von Greenpeace auf dem Kurznachrichtendienst Twitter setzen Aktivisten mit ihrer Aktion «den EU-Gipfel symbolisch in Brand während die Regierungen über die Klimaziele 2050 streiten».

Denn zentrales Thema des Treffens der EU-Staats- und Regierungschefs ist die Frage, ob sie sich bereits zu dem Ziel bekennen, die Europäische Union bis zum Jahr 2050 klimaneutral zu machen. Osteuropäische Staaten wie Polen, Ungarn und Tschechien fordern aber zuerst umfassende Finanzzusagen, um die Umstellung ihrer Wirtschaft auf erneuerbare Energien zu bewerkstelligen.

(oli/sda)

Erstellt: 12.12.2019, 14:00 Uhr

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