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Razzia nach Anschlag in Olten

Eine italienische Anarchistengruppe wird verdächtigt, die Briefbombe an Swissnuclear in Olten versandt zu haben. Jetzt hat die Polizei Wohnungen in verschiedenen italienischen Städten durchsucht.

Zwei Frauen verletzten sich bei der Detonation.
Zwei Frauen verletzten sich bei der Detonation.
Reuters
Ein Teil des Gebäudes wurde nach der Tat evakuiert: Solothurner Polizei im Einsatz.
Ein Teil des Gebäudes wurde nach der Tat evakuiert: Solothurner Polizei im Einsatz.
Reuters
Die Ermittler fanden ein Bekennerschreiben der italienischen Anarchistengruppe FAI.
Die Ermittler fanden ein Bekennerschreiben der italienischen Anarchistengruppe FAI.
Reuters
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Bei einer Razzia in Anarchistenkreise in Italien sind die Wohnungen von 60 mutmasslichen Mitgliedern anarchistischer Gruppen durchsucht worden. 300 Polizisten wurden im Rahmen der Razzia in mehreren italienischen Städten, darunter Bologna, Rom und Neapel eingesetzt.

Die Verdächtigten werden beschuldigt, Mitglieder einer anarchistischen Organisation zu sein, die umstürzlerische Zwecke verfolgte, berichtete die Polizei. Dabei dürfte es sich um die anarchistische Gruppierung «Federazione Anarchica Informale» (Informeller Anarchistischer Bund/FAI) handeln.

Bekennerschreiben gefunden

Beim Briefbombenanschlag auf Swissnuclear in Olten am 1. April war ein Bekennerschreiben dieser Gruppierung gefunden worden. Der Sprengsatz hatte nach Angaben der Ermittlungsbehörden grosse Sprengkraft. Eine Person wurde dabei schwer verletzt.

Die FAI hatte bereits Ende Dezember 2010 Briefbomben an die Botschaften Chiles und der Schweiz in Rom geschickt. Damals waren zwei Personen verletzt worden. Auch zu einem versuchten Bombenanschlag in Athen und zu einem Anschlag in Livorno in der vergangenen Woche bekannte sich die FAI.

SDA/oku

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