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Rechtsextreme beschimpfen Hollande – 70 Festnahmen

Die Gedenkfeierlichkeiten zum Ende des Ersten Weltkriegs in Paris sind von Protesten rechtsextremer Demonstranten überschattet worden. Bretonische «Rotmützen» brachten ihre Bewegung in Verlegenheit.

Die Welle der Unzufriedenen erreicht den französischen Präsidenten François Hollande auch am Jahrestag des Endes des Ersten Weltkriegs: Unter die rechtsextremen Demonstranten in Paris haben sich auch bretonische «Rotmützen» mit bretonischen Fahnen gemischt. (11. November 2013)
Die Welle der Unzufriedenen erreicht den französischen Präsidenten François Hollande auch am Jahrestag des Endes des Ersten Weltkriegs: Unter die rechtsextremen Demonstranten in Paris haben sich auch bretonische «Rotmützen» mit bretonischen Fahnen gemischt. (11. November 2013)
Reuters
Die Demonstranten skandierten Slogans gegen Hollande und forderten seinen Rücktritt.
Die Demonstranten skandierten Slogans gegen Hollande und forderten seinen Rücktritt.
Reuters
Hollande legte beim Grab des unbekannten Soldaten einen Kranz nieder. (11. November 2013)
Hollande legte beim Grab des unbekannten Soldaten einen Kranz nieder. (11. November 2013)
Reuters
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Die Polizei nahm heute in Paris 70 Menschen fest. Bei den Festgenommenen handelt es sich laut der Präfektur um Rechtsextreme, die die Gedenkveranstaltung zum Ende des Ersten Weltkriegs am 11. November 1918 mit Präsident François Hollande auf den Pariser Champs Elysées mit Zwischenrufen gestört hatten. Unter anderem forderten sie den sozialistischen Staatschef zum Rücktritt auf.

Hollande legte am Triumphbogen einen Kranz am Grab des unbekannten Soldaten nieder, an dem der im Ersten Weltkrieg gefallenen französischen Soldaten gedacht wird. Zuvor waren der rechtsextreme Pariser Bürgermeister-Kandidat Wallerand Saint-Just und etwa 20 seiner Unterstützer daran gehindert worden, zum Triumphbogen vorzudringen.

Beteiligung bretonischer «Rotmützen»

Einige Demonstranten schwenkten französische Flaggen, einer hielt eine bretonische Flagge hoch. Ausserdem trugen einige Demonstranten rote Mützen, die als Zeichen einer neuen breiten Protestbewegung in der Bretagne gegen eine Öko-Steuer gelten. Die «Rotmützen» richten sich ausser gegen die Steuerlast auch gegen den Jobabbau in der westfranzösischen Bretagne.

Vor den Gedenkveranstaltungen am Montag war im Internet ein Aufruf, die Feierlichkeiten zu stören, verbreitet worden. Ein Sprecher des Protestbündnisses Leben, arbeiten und entscheiden in der Bretagne sah sich daher gezwungen, sich von dieser Initiative zu distanzieren.

Die Chefin des rechtsextremen Front National, Marine Le Pen, kritisierte die Festnahmen auf den Champs Elysées als «willkürlich». Im Zusammenhang mit der Festnahme ihres Parteikollegen Saint-Just sagte sie, es könne sogar von einer «präventiven» Festnahme gesprochen werden.

SDA/rub

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