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Reformen statt Ruby

Während Silvio Berlusconi auf sein nächstes Gerichtsurteil wartet, kämpft Matteo Renzi um die Erneuerung des Landes – erstaunlicherweise mit dem alten Gegner.

Der Skandal um Politik, Partys und Prostitution, der einst Italien aufwühlte, als Gemälde: «Silvio & Ruby», ein Werk des israelischen Künstlers Dodi Reifenberg. Foto: Reuters
Der Skandal um Politik, Partys und Prostitution, der einst Italien aufwühlte, als Gemälde: «Silvio & Ruby», ein Werk des israelischen Künstlers Dodi Reifenberg. Foto: Reuters

Schon wieder ein Urteil für Silvio Berlusconi. Heute Freitag wird ein Berufungsgericht in Mailand darüber befinden, ob der Ex-Premier tatsächlich wegen der Förderung der Prostitution Minderjähriger bestraft werden müsste. Die erste Instanz hatte Berlusconi 2013 deswegen zu sieben Jahren Gefängnis verurteilt – ohne unmittelbare Folgen, denn in Italien ist ein Richterspruch erst mit der dritten Instanz wirksam. Weswegen der sogenannte Ruby-Prozess mit grösster Wahrscheinlichkeit noch in eine letzte Runde gehen wird. Das Kassations­gericht hat bereits verlauten lassen, das endgültige Urteil komme voraussichtlich im nächsten Sommer. Ein Jahr Gnadenfrist für Berlusconi.

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