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Regierungstruppen greifen erneut Rebellen in Slowjansk an

Die «Anti-Terror-Operation» der ukrainischen Regierung geht weiter: Auch aus der Hafenstadt Mariupol werden Kämpfe gemeldet. Dort soll die Armee nach heftigen Kämpfen das Rathaus zurückerobert haben.

Sind im Osten der Ukraine in neue Gefechte mit den Separatisten verwickelt: Ukrainische Soldaten auf einem Panzer nahe Donezk. (11. Juli 2014)
Sind im Osten der Ukraine in neue Gefechte mit den Separatisten verwickelt: Ukrainische Soldaten auf einem Panzer nahe Donezk. (11. Juli 2014)
AFP
Die Bevölkerung leidet mit: Eine Frau in Slowjansk betrachtet ihr zerstörtes Haus. (10. Juli 2014)
Die Bevölkerung leidet mit: Eine Frau in Slowjansk betrachtet ihr zerstörtes Haus. (10. Juli 2014)
Dmitry Lovetsky, Keystone
Ein Schützenpanzer unter russischer Flagge in Slowjansk. (2. Mai 2014)
Ein Schützenpanzer unter russischer Flagge in Slowjansk. (2. Mai 2014)
Baz Ratner, Reuters
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In der ostukrainischen Stadt Slowjansk haben prorussische Kräfte von einem neuen Angriff ukrainischer Regierungstruppen berichtet. Am Stadtrand habe es zwei schwere Explosionen gegeben, teilten die Gegner der prowestlichen Regierung in Kiew der russischen Staatsagentur Ria Nowosti mit.

Anwohner berichteten von Sturmgeläut als Warnung, sich in Sicherheit zu bringen. Über mögliche Verletzte war zunächst nichts bekannt.

Zahlreiche Tote

Gegen die 120'000-Einwohner-Stadt Slowjansk im Raum Donezk gehen Truppen der Kiewer Regierung seit Tagen mit Panzerfahrzeugen und schwerer Gefechtstechnik vor. Bei der «Anti-Terror-Operation» im russisch geprägten Osten des Landes starben nach Informationen beider Seiten bereits zahlreiche Menschen, Dutzende wurden verletzt.

Auch aus Mariupol wurden Kämpfe gemeldet. Medienberichten zufolge eroberte die ukrainische Nationalgarde nach heftigen Kämpfen mit prorussischen Separatisten das Rathaus der Hafenstadt zurück.

Die Rebellen hätten die Hauptdurchgangsstrasse der ostukrainischen Stadt mit brennenden Reifen und einem angezündeten Bus blockiert, nachdem sie aus dem Gebäude gedrängt worden seien, berichtete ein ukrainischer Fernsehsender. Am Morgen habe es jedoch keine Verkehrsbehinderungen mehr gegeben. Der Bericht konnte zunächst nicht bestätigt werden.

Im Osten der Ukraine haben Separatisten in mehreren Städten zahlreiche Gebäude unter ihre Kontrolle gebracht. Die Lage ist äusserst angespannt, seit Regierungstruppen versuchen, die Rebellen mit Gewalt zurückzudrängen.

SDA/mw

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