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Renzis laute Wette

Italiens Premier Matteo Renzi legt sich mit Brüssel und Berlin an, erhebt die Stimme gegen die angebliche Fernsteuerung seines Landes. Dahinter steckt viel Taktik.

Jean-Claude Juncker im Gespräch mit Italiens Premier Matteo Renzi 2014 in Strassburg. Foto: Reuters
Jean-Claude Juncker im Gespräch mit Italiens Premier Matteo Renzi 2014 in Strassburg. Foto: Reuters

Laute, erstaunlich gehässige Töne fliegen hin und her zwischen Rom und Brüssel, zwischen Italiens Premier und dem Präsidenten der Europäischen Kommission, zwischen Matteo Renzi und Jean-Claude Juncker also. Seit Tagen schon. Es sind Tiraden ohne diploma­tische Zurückhaltung, wie in einem unkontrollierten Crescendo. Die italienische Presse ringt noch um die passende Beschreibung und schwankt zwischen «Zoff», «Konflikt» und «Kleinkrieg». Die Mailänder Tageszeitung «Corriere della Sera» titelte dieser Tage: «Der grosse Frost». Es war wieder nicht das Wetter gemeint.

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