Zum Hauptinhalt springen

Renzis Partei gewinnt in fünf Regionen

Stimmungstest für die regierende Demokratische Partei: Bei den Regionalwahlen in Italien siegt laut Hochrechnungen Premier Matteo Renzi – ausser in Ligurien und Venetien.

Konnte sich bei den Regionalwahlen behaupten: Italiens Premier Matteo Renzi gibt seine Stimme ab. (31. Mai 2015)
Konnte sich bei den Regionalwahlen behaupten: Italiens Premier Matteo Renzi gibt seine Stimme ab. (31. Mai 2015)
Francesco Bellini, Keystone

Bei den Regionalwahlen in Italien bahnen sich in fünf von sieben Regionen Erfolge für die Kandidaten der regierenden Demokratischen Partei an. Hochrechnungen sagen der Partei von Premier Matteo Renzi jeweils klare Siege voraus – ausser in Ligurien und Venetien.

Die Wahlen am Sonntag galten als wichtiger Stimmungstest für Renzi, der vor 15 Monaten sein Amt antrat, und seinen Vorgänger Silvio Berlusconi. Der Kandidat von Berlusconis Mitte-Rechts-Partei Forza Italia, Giovanni Toti, soll es in Ligurien auf Platz eins geschafft haben. Laut Hochrechnungen wird sich der politische Berater Berlusconis mit 28 bis 32 Prozent der Stimmen behaupten können.

Niederlage Renzis in Venetien

Auf Platz zwei soll es die Kandidatin der populistischen Oppositionsbewegung «Fünf Sterne», Alice Salvatore, geschafft haben. Renzis Kandidatin, Raffaella Paita, muss sich den Hochrechnungen zufolge mit dem dritten Platz begnügen. In Ligurien hat Renzis PD einen hohen Preis für parteiinterne Rivalitäten gezahlt.

Auch in Venetien musste Renzis PD wie erwartet eine Niederlage hinnehmen. Hier setzte sich laut Hochrechnungen mit 44 Prozent der amtierende Regionspräsident und Spitzenpolitiker der rechtspopulistischen Lega Nord, Luca Zaia, durch. Renzis Kandidatin Alessandra Moretti soll es auf 28,7 Prozent geschafft haben.

Umstrittener De Luca vorne

In der süditalienischen Region Kampanien zeichnet sich hingegen ein klarer Erfolg für Renzis Partei ab. Laut Hochrechnungen führt der PD-Politiker, Vincenzo De Luca, mit 35,5 Prozent. De Luca, der wegen Amtsmissbrauch zu einem Jahr Haft verurteilt worden war, galt als ein besonders umstrittener Kandidat.

Er soll sich jedoch gegen den seit 2010 amtierenden Präsidenten der Region und Forza-Italia-Spitzenkandidat, Stefano Caldoro (35 Prozent), knapp durchgesetzt haben.

Einen Erfolg soll es für Renzis Kandidat Enrico Rossi in der Toskana geben. Auf Platz folgt dort den Hochrechnungen zufolge Lega-Nord-Kandidat, Claudio Borghi. Auch in der süditalienischen Region Apulien, in Umbrien und in den Marken sollen sich Renzis PD-Kandidaten behauptet haben.

Endergebnis am Montag erwartet

Rund 20 Millionen Italiener waren am Sonntag zu Regional- und Kommunalwahlen aufgerufen. Ausserdem wurden in rund tausend Städten und Gemeinden die Bürgermeister neu gewählt. Mit einem definitiven Wahlergebnis ist am Montagnachmittag zu rechnen. Die Wahlbeteiligung lag laut vorläufigen Angaben des Innenministeriums bei 52 Prozent.

Der Urnengang war die erste grosse Abstimmung nach den Europawahlen im Mai, die Renzis PD mit 40 Prozent der Stimmen klar gewonnen hatte. Renzi selbst, der gerade an einem ambitionierten Reformprogramm arbeitet, erklärte jedoch am Samstag, die Ergebnisse hätten lediglich «lokale Bedeutung».

SDA/chk

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch