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Reporter-Legende Frost stirbt auf «Queen Elizabeth»

Der für seine hartnäckigen Interviews mit Ex-US-Präsident Richard Nixon weltberühmt gewordene britische Journalist David Frost ist tot. Er starb auf hoher See.

Starb auf hoher See: David Frost (2011)
Starb auf hoher See: David Frost (2011)

Der für seine hartnäckigen Interviews mit Ex-US-Präsident Richard Nixon weltberühmt gewordene britische Journalist David Frost ist tot. Er sei am Samstag an Bord des Kreuzfahrtschiffes «Queen Elizabeth» an einem Herzinfarkt gestorben, teilte seine Familie am Sonntag mit. Frost wurde 74 Jahre alt.

Mehr als 50 Jahre lang stand Frost für zahlreiche Sender vor der Fernsehkamera. 1977 gelangte er zu Weltruhm, als er Nixon in mehreren Interviews über den Watergate-Skandal «grillte» und zu kompromittierenden Eingeständnissen brachte. Die Gespräche wurden unter dem Titel «Frost/Nixon» 2008 verfilmt.

Tod kam überraschend

Der Tod des 74-Jährigen kam überraschend. «Die Familie ist erschüttert», hiess es in einer Erklärung. Auch der britische Premierminister David Cameron reagierte betroffen. «Mein Herz ist bei seiner Familie», sagte er. Frost sei für ihn wie ein Freund und ein gefürchteter Interviewer gleichermassen gewesen.

Zu den Menschen, die der britische TV-Mann stets höflich aber umso hartnäckiger befragte, gehörten die mächtigsten und populärsten der Welt, von George W. Bush bis zu George Clooney. Neben dem Fernsehgeschäft schrieb Frost 17 Bücher, produzierte mehrere Filme und gründete zwei Sender.

1993 wurde Frost in den Ritterstand erhoben. Er hinterlässt seine Frau und drei Söhne.

SDA/bru

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