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Revolte gegen Macron

Die Geduld der Franzosen mit ihrem Präsidenten ist bereits am Ende.

Steht in der Kritik: Emmanuel Macron, hier während einer Rede im europäischen Parlament. Foto: Patrick Seeger, Keystone
Steht in der Kritik: Emmanuel Macron, hier während einer Rede im europäischen Parlament. Foto: Patrick Seeger, Keystone

In Frankreich erhebt sich das Volk. Die von verständlicher Wut genährte Revolte könnte Präsident Emmanuel Macron seine politische Kraft kosten – und damit auch die Energie für einen Neustart Europas, wie er ihn am Sonntag bei seiner Rede vor dem Deutschen Bundestag beschwor.

Die politische Stimmung in Frankreich ist schon lange sprunghaft. Macron hat selbst davon profitiert. Doch so plötzlich, wie der Wunsch nach Veränderung ihn, den Aussenseiter, vor eineinhalb Jahren an die Macht getragen hat, so schonungslos kehrt er sich nun gegen ihn.

Treibstoff dieser Revolte ist nur vordergründig der Ärger von Autofahrern über steigende Benzinsteuern. Tatsächlich geht es um viel mehr: um die enttäuschte Hoffnung von Millionen von Französinnen und Franzosen, dass sich ihre eigene wirtschaftliche Lage und jene des Landes unter Macron schnell bessern würde. Dies ist kaum geschehen.

Der Präsident hat mit seiner Wirtschaftspolitik keinesfalls nur die Reichen entlastet, wie ihm oft vorgehalten wird, sondern durchaus auch die Normalbürger. Aber das hat nicht gereicht, um die Stimmung und die Konjunktur entscheidend zu seinen Gunsten zu beeinflussen. Jetzt ist die Geduld der Franzosen mit Macron schon am Ende. Das ist eine schlechte Nachricht, für ganz Europa.

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