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Rote Rückkehr an die Macht

25 Jahre nach dem Mauerfall regiert erstmals ein Mitglied der SED-Nachfolgepartei ein deutsches Bundesland. Der Linke Bodo Ramelow ist in Erfurt zum Ministerpräsidenten von Thüringen gewählt worden.

Von David Nauer
Bodo Ramelow nach seiner Wahl zum Ministerpräsidenten von Thüringen. Foto: Keystone
Bodo Ramelow nach seiner Wahl zum Ministerpräsidenten von Thüringen. Foto: Keystone

Er brauchte zwei Wahlgänge, am Ende gab eine Stimme den Ausschlag. Bodo Ramelow hat am Freitag deutsche Politikgeschichte geschrieben. Eine Koalition aus Linkspartei, SPD und Grünen wählte den 58-Jährigen im Landtag von Thüringen zum Ministerpräsidenten. Damit regiert erstmals seit dem Untergang der DDR ein Linke-Politiker auf so hoher Ebene. Ramelow selber hat keine DDR-Vergangenheit. Er stammt aus dem Westen und zog nach der Wende in die neuen Bundesländer. Dort machte er sich einen Namen als Gewerkschaftsfunktionär, bevor er in die Politik ging. Er gilt als Pragmatiker – trotz seines aufbrausenden Temperaments.

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