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Europaweite Cyber-Attacke trifft auch Schweizer Firmen

Hacker der russischen Gruppe APT28 sind in das deutsche Regierungsnetz eingedrungen. Auch Schweizer Firmen sind betroffen. Die Attacke läuft noch.

Cyper-Attacke: Die Bundesregierung versucht, den Angriff unter Kontrolle zu halten.

Ausländische Hacker sind in das bislang als sicher geltende Datennetzwerk der deutschen Bundes- und der Sicherheitsbehörden eingedrungen. Cyberspione der russischen Gruppe APT28 hätten erfolgreich das Aussen- und das Verteidigungsministerium angegriffen, hiess es in Sicherheitskreisen. Die Attacke sei von Sicherheitsbehörden im Dezember erkannt worden. Der Angriff sei da schon möglicherweise ein ganzes Jahr gelaufen – und läuft auch am Donnerstag noch, wie der Vorsitzende des Parlamentarischen Kontrollgremiums des Bundestags am Donnerstagnachmittag zugeben musste.

Die Cyberattacke könnte Teil eines grösseren organisierten Spionageangriffs auf EU-Staaten sein. Dies sagte der Leiter des Cyberspionage-Analyseteams bei der US-Sicherheitsfirma FireEye, Benjamin Read, der Zeitung «Welt» vom Donnerstag. Auch Schweizer Firmen sind offenbar attackiert worden: «In der Schweiz sind vor allem Unternehmen im Bereich des olympischen Sports betroffen», sagt eine Sprecherin des Nachrichtendienst des Bundes dem «Blick».

Hinter den Angriffen steckt laut Sicherheitexperte Read die Hackergruppe APT28. «Wir beobachten seit einigen Monaten, dass APT28 gezielt Aussen- und Verteidigungsministerien in der europäischen Union angreift und versucht, sich Zugang zu geschützten Systemen zu verschaffen», sagte Read. APT28 sei «eindeutig keine gewöhnliche Gruppe krimineller Hacker, die auf finanzielle Gewinne aus ist».

Das deutsche Innenministerium hatte am Mittwoch in Berlin von einem «IT-Sicherheitsvorfall» gesprochen, der die «Informationstechnik und Netze des Bundes betrifft». Betroffen war von dem Angriff laut «Süddeutscher Zeitung» unter anderem das Auswärtige Amt. Berichte, wonach eine russische Hackergruppe hinter dem Angriff vermutet wird, bestätigte das Innenministerium nicht.

SDA/fur

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