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Russland kündigt höhere Energiepreise für Europa an

Die Wirtschaftssanktionen der EU gegen Russland werden laut dem russischen Aussenministerium unweigerlich zu höheren Energiepreisen in Europa führen. Es bezichtigt die EU der «Unfähigkeit».

Viele europäische Länder sind stark auf russisches Gas angewiesen: Ein Arbeiter in einer Lagerstätte.
Viele europäische Länder sind stark auf russisches Gas angewiesen: Ein Arbeiter in einer Lagerstätte.
Keystone

Als Konsequenz aus den neuen internationalen Sanktionen hat Moskau höhere Energiepreise für Verbraucher in Europa angedroht. Die Strafmassnahmen gegen Russland zu verhängen, sei ein «unbedachter, unverantwortlicher Schritt», der unausweichlich zu höheren Preisen auf dem europäischen Energiemarkt führen werde, teilte das russische Aussenministerium am Mittwoch mit.

Auch die in Russland tätigen Banken aus der Europäischen Union müssten negative Folgen fürchten. Die Sanktionen seien ein Verstoss gegen die Regeln der Welthandelsorganisation WTO.

Russland verfügte zudem einen Importstopp für Obst und Gemüse aus Polen. Grund seien Verstösse gegen die Lebensmittelsicherheit, teilte die Agraraufsicht mit. Der polnische Landwirtschaftsminister Marek Sawicki erklärte, die polnischen Obst- und Gemüsebauern seien das «erste Opfer der EU-Wirtschaftssanktionen gegen Russland».

«Von Washington diktiert»

Die Europäische Union hatte am Dienstag umfassende Wirtschaftssanktionen gegen Russland beschlossen, die sich auch gegen den Energiesektor des Landes richten. Kurze Zeit später verschärften auch die USA ihre Strafmassnahmen. Brüssel und Washington werfen Moskau vor, die Lage in der Ostukraine zu «destabilisieren».

Russland verurteilte die Verschärfung der Strafmassnahmen seitens der EU scharf. Die Politik der EU stütze sich nicht auf «überprüfte Fakten», sie sei vielmehr «von Washington diktiert», kritisierte das Aussenministerium. Die «antirussischen Sanktionen» bezeugten die «Unfähigkeit» der EU, eine «eigenständige Rolle» in der Weltpolitik zu spielen.

AFP/ldc

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